|
Als gemeinnütziges Institut zum Wohle der
Mitbürger geschaffen, hatte die FRANKFURTER
SPARKASSE VON 1822 (Polytechnische Gesellschaft) im Laufe
ihrer langen Geschichte aus ihren Erträgen eine stattliche
Reihe von allgemeinen und berufsbildenden Schulen, sozialen Einrichtungen
und kulturellen Instituten aufgebaut und erhalten. Auch heute noch
ermöglichen ihre Erträge dem Mutterinstitut, der Polytechnischen
Gesellschaft, die Fortführung seiner vielfältigen Aufgaben
im Interesse des Gemeinwohls. So nimmt das Institut, das eine der
größten freien Sparkassen Deutschlands ist, im Gefüge
der Stadt eine Sonderstellung ein, die es zu besonderen Anstrengungen
verpflichtet. Es ist seit seiner Gründung nach streng wirtschaftlichen
Gesichtspunkten geführt worden und hat sich durch seine seit
Generationen bewährte Tätigkeit eine große Tradition
erworben. Dennoch hat sich das Institut nie damit begnügt,
sondern stets nach einer zeitgemäßen Gestaltung seiner
Arbeit gestrebt.
Seit 1879 ist die Frankfurter Sparkasse von 1822
mit ihrer Hauptstelle in der Neuen Mainzer
Straße ansässig und war hier bis zum Ende des
zweiten Weltkriegs räumlich mit den aus ihren Überschüssen
einst geschaffenen Anstalten zur Förderung des Kunstgewerbes,
der Bibliothek für Kunst und Technik und dem Museum
für Kunsthandwerk ,
aufs engste verbunden. Die Häuser Nr. 49-51, die unter ihrem
Dach diese bemerkenswerte Kombination gemeinnütziger Einrichtungen
beherbergten, wurden im März 1944 ein Opfer der Luftangriffe.
Die Sparkasse fand in dem schon zuvor von ihr erworbenen Nachbargrundstück
Nr.53 eine zwar beengte, jedoch zunächst ausreichende Unterkunft,
die allerdings im Laufe der Jahre dem wieder wachsenden Geschäftsumfang
bald nicht mehr genügen konnte. Neben der Hauptstelle wurde
auch ein Teil der Zweigstellen durch den Bombenkrieg mehr oder minder
schwer beschädigt. Von 24 waren bei Kriegsende nur noch 13
in Betrieb. In der Zeit bis zur Währungsreform erfüllte
das Institut seine Aufgaben, so gut es eben unter jenen Umständen
möglich war. In freiwilliger Selbsthilfe räumte die gesamte
Belegschaft die Trümmer der Hauptstelle zum größten
Teil auf. Auch in den Zweigstellen wurde vieles in diesen Jahren
mit eigener Kraft wieder instand gesetzt.
Dann kam der Tag der Währungsreform
und damit ein Riesenmaß von Arbeit. Die 209 Mitarbeiter, die
das Institut zu jener Zeit beschäftigte, konnten sie beim besten
Willen nicht schaffen. 100 Aushilfskräfte mußten ihnen
beigestellt werden. Auf der geräumten Trümmerfläche
der Hauptstelle in der Neuen Mainzer Straße ließ die
Direktion ein großes Zelt errichten. So konnte sie den Ansturm
der Kunden ziemlich glatt bewältigen. Von 397299 bis dahin
geführten Sparkonten wurden 136607 umgestellt und weitere 55458
Konten, die nun kein Guthaben mehr aufwiesen, als ruhend weitergeführt,
was sich schon nach wenigen Jahren als eine richtige Maßnahme
erwies, da die meisten wieder auflebten. Rund 145000 Freigabebescheide
mußte die Sparkasse an andere Geldinstitute erteilen und empfing
von diesen ihrerseits über 65000 solcher Mitteilungen. Diese
Zahlen geben nur eine schwache Vorstellung von der Fülle an
Kleinarbeit, die mit der Durchführung der Währungsreform
für ein so großes Institut verbunden war.
Dann kam die schwierige Periode der ersten Monate.
Es gab wieder Waren, das Angebot wuchs von Tag zu Tag, der Nachholbedarf
war riesengroß und das Geld knapp. Es wurde nicht nur weniger
gespart, sondern von den umgestellten Sparkonten auch kräftig
abgehoben. Im zweiten Halbjahr 1948 sank daher der Einlagenbestand
um über 3,5 Millionen DM. Erst im Januar 1949 war die Abhebungswelle
beendet und seitdem brachte jeder Monat einen Einlagenüberschuß.
Selbst in der Koreakrise, als die Abhebungen erneut anschwollen,
blieb es dabei. Der Zugang betrug bei den Spareinlagen schon 1951
rund 34% gegenüber dem Anfangsbestand dieses Jahres, 1952 stieg
dies Verhältnis auf 61% an, um 1953 fast 41%, 1954 dann wieder
über 50% auszumachen. In den Jahren der Hochkonjunktur
sank die Zuwachsrate stetig ab, weil die gestiegene Lebenshaltung
und andere Formen des Sparens, insbesondere das Bausparen, sich
immer stärker auswirkten. Immerhin brachte auch das Jahr 1956
noch eine Zunahme von 19,5% gegenüber dem Bestand bei Jahresbeginn.
Ganz ähnlich verlief die Entwicklung bei den Giro- und Kontokorrent-Einlagen
des Instituts, über die in wachsendem Maße eine große
Anzahl mittlerer und kleinerer Betriebe aller Art, selbständige
Handwerker und Einzelhändler, Angehörige freier Berufe
und auch viele privaten Haushaltungen ihren gesamten Geldverkehr
abwickelten. Die außerordentlich starke Zunahme dieses Geschäftszweiges
seit der Währungsreform hat die Sparkasse in die Lage versetzt,
die dringenden Kreditwünsche ihrer Kundschaft zu befriedigen
und damit ihre bankmäßigen Aufgaben auch nach dieser
Richtung zu erfüllen. Sowohl die Spar- wie die Girokonten des
Instituts sind seit der Währungsreform ununterbrochen gewachsen.
Das bedeutet eine beträchtliche Ausweitung des Kundenkreises.
Entsprechend diesem kontinuierlichen, wenn auch
seit 1954 wieder eindeutig zugunsten des Spargeschäftes sich
verlagernden Einlagenzuwachs sind auch die Bilanzsummen der Frankfurter
Sparkasse von 1822 gestiegen. Die DM-Eröffnungsbilanz schloß
auf beiden Seiten mit über 32 Millionen DM ab. Bis zum Jahresende
1957 hatte sich das Bilanzvolumen des Instituts mehr als verelffacht
und überschritt nunmehr 366 Millionen DM. Zur Förderung
der Spartätigkeit und zur Bequemlichkeit seiner Sparer hat
das Institut seit der Währungsreform eine große Zahl
von Einrichtungen fortgesetzt oder neu geschaffen. Das von der Frankfurter
Sparkasse von 1822 schon vier Jahre nach ihrer Gründung eingeführte
Abholverfahren, die so genannte Wochenkasse von 1826, wurde im November
1948 trotz der beträchtlich gestiegenen Kosten wieder aufgenommen.
1956 wurden mehr als 35000 Frankfurter Haushaltungen in regelmäßigen
Abständen besucht und im Laufe eines Jahres in über einer
Million Posten kleine und kleinste Sparbeträge kassiert. Dazu
kamen seit 1951 die Sparschränke in Gastwirtschaften und die
Weihnachtskassen, die sich zunehmender Beliebtheit erfreuten und
1956 Einlagen von 1051000 DM erbrachten. Die seit vielen Jahrzehnten
betriebene Jugendsparerziehung wurde ebenfalls fortgesetzt. Das
Institut arbeitet mit 38 Frankfurter Schulen eng zusammen und hat
Jahr für Jahr mehr von den eigens geschaffenen Schulsparmarken
absetzen können. Daß es durch Wettbewerbe und mancherlei
andere Förderungsmaßnahmen diese Werbung und die Arbeit
der Schulen unterstützte, sei nur am Rande vermerkt. Besonderen
Anklang fand das Prämiensparen, die Verbindung von Spareinlagen
mit einer Lotterie. Von Anfang an konnte die Frankfurter Sparkasse
von 1822 eine eigene Auslosungsgemeinschaft bilden und erzielte
mit diesem Verfahren beträchtliche Zugänge. Im Jahre 1956
wurden 443157 Prämiensparmarken verkauft, was einer Einlage
von über 3,5 Millionen DM entspricht. Das Junghandwerker- und
Heiratssparen, die beide Anwartschaften auf eine Kreditgewährung
eröffnen, wurden gleichfalls gepflegt. Für die Beurteilung
der gesamten Sparentwicklung ist schließlich die Tatsache
von Bedeutung, daß das Durchschnittsguthaben auf den Sparkonten
des Instituts von 135 DM am Tage der Währungsreform auf 749
DM am Ende des Jahres 1956 gestiegen ist, worin wohl der ungebrochene
Sparwille der Bevölkerung am überzeugendsten zum Ausdruck
kommt.
Dank des steten Zuflusses von Einlagen konnte das
Institut das Wirtschaftsleben der Stadt
in zunehmendem Maße befruchten. Sein Hypothekenbestand betrug
bei der Währungsreform noch 4261000 DM. Er wurde Jahr für
Jahr um 3 bis 5 Millionen vermehrt und erreichte Ende 1957 den Betrag
von 41504000 DM. Damit finanzierte die Frankfurter Sparkasse von
1822 seit der Währungsreform den Aufbau von 7919 Wohnungen.
Die Wiederaufbau-Arbeiten von Gemeinden, Gemeindeverbänden
und anderer öffentlich-rechtlicher Körperschaften, im
besonderen aber der Stadt Frankfurt selbst, unterstützte das
Institut durch langfristige Darlehen, die mit über 40 Millionen
DM 1955 ihren Höchststand erreicht hatten. Im kurz- und mittelfristigen
Kreditgeschäft förderte die Sparkasse viele Betriebe.
Bis zum Ende des Jahres 1953 hatte sie der Frankfurter Wirtschaft
bereits Ausleihungen in Höhe von 120 Millionen DM bewilligt.
Ihr Debitorenbestand bewegte sich in den Jahren der Hochkonjunktur
zwischen 30 und 40 Millionen DM. Dazu kam der Ankauf von Wechseln.
Ende 1956 hatte das Institut über 14 Millionen DM an Diskontwechseln
in seinem Portefeuille. Auch die Kleindarlehen, insbesondere die
um die Jahreswende 1952/53 eingeführten Kauf- und Teilzahlungskredite,
erforderten Jahr für Jahr beträchtliche Beträge und
erhöhten vornehmlich die Umsätze des Einzelhandels. Das
Gesamtkreditvolumen der Frankfurter Sparkasse von 1822 konnte ständig
ausgedehnt werden und stieg bis Ende 1957 auf 164 Millionen DM.
Eine große Arbeitsleistung übernahm
das Institut im Interesse der Frankfurter Wirtschaft und seiner
Kunden durch die Einrichtung einer Verwaltungsstelle für durchlaufende
Kredite und Darlehen, wobei sie als Treuhänderin staatlicher
Kreditaktionen zugunsten von Heimatvertriebenen und Kriegssachgeschädigten
fungierte und alljährlich viele Hunderte von Kreditgewährungen
bearbeitete. Eine bedeutende Entwicklung nahmen ferner die Dienstleistungsgeschäfte.
Hier ist an erster Stelle der Spargiroverkehr zu nennen. Die Zahl
der Überweisungsaufträge stieg von 477000 im Jahre 1950
auf 1332000 im Jahre 1957, Dazu kamen eigene Schecks, die sich von
1950 bis 1957 mehr als verdreifacht haben -von 149000 auf 513000
anwuchsen-, und fremde Schecks, von denen die Kundschaft 195o bereits
126000, 1957 aber 428000 zur Einlösung einreichte. Auch als
Außenhandelsbank, zu der das Institut schon 1947 bestellt
wurde, hat es im Laufe der Jahre im Dienste seiner Kunden die Abwicklung
vieler Im- und Exportgeschäfte besorgen können. Große
Umsätze erzielte es im Wertpapierkommissionsgeschäft.
Jahr für Jahr wurden viele Tausende von Aufträgen der
Kunden erledigt. Außerdem verwaltet die Frankfurter Sparkasse
von 1822 über 8000 Effektendepots. Im Zusammenhang damit hat
sie auch die umfangreichen Arbeiten der Wertpapierbereinigung bewältigen
müssen. Ferner bearbeitete das Institut im Auftrage des Staates
2703 Hypothekengewinnabgabekonten. Diesem großen und vielseitigen
Geschäftsumfang entsprachen die jährlichen Umsätze
der Frankfurter Sparkasse von 1822. Sie betrugen schon im ersten
Jahr nach der Währungsreform über eine Milliarde DM und
näherten sich 1957 bereits der Fünf-Milliarden-Grenze.
Damit ist wohl die Bedeutung des Instituts für den Wiederaufbau
der Frankfurter Wirtschaft am eindeutigsten umrissen.
Natürlich wurden die im Kriege beschädigten
Zweigstellen sobald wie möglich wieder instand gesetzt und
in Betrieb genommen. Im Frühjahr 1954 konnten sie erstmals
um zwei neue, die in eben erst erbauten Großsiedlungen eingerichtet
wurden, vermehrt werden. Bis Ende 1956 stieg die Zahl der Zweigstellen
auf 27. Da die Frankfurter Sparkasse von 1822 mit Rücksicht
auf die älteren Interessen anderer Institute von einer Betätigung
in den 1928 eingemeindeten westlichen Stadtbezirken Höchst
und dessen Vororten absieht, ist ihr Zweigstellennetz verhältnismäßig
eng. Für die Bearbeitung von Außenbezirken hat sie außerdem
1955 einen Omnibus mit einer Spezialkarosserie als fahrbare Zweigstelle
einrichten lassen, die sich bei den Kunden großer Beliebtheit
erfreut und nach festliegendem Plan im Laufe der Woche eine ganze
Reihe von Plätzen zu bestimmten Stunden aufsucht. Durch diese
neuartige Einrichtung und die Hauptstelle im Bankenviertel der westlichen
Innenstadt stellt das Institut seinen Kunden insgesamt 29 Stellen
für den Geschäftsverkehr zur Verfügung.
Die Hauptstelle selbst mußte schon 1949 durch
einen einfachen Behelfsbau auf dem Trümmergrundstück Neue
Mainzer Straße 51 und durch den Wiederaufbau des Gartenhauses
zu Nr.53 wesentlich vergrößert werden. 1951 bot sich
dann der Frankfurter Sparkasse von 1822 Gelegenheit, das Trümmergrundstück
An der Hauptwache 3 zu erwerben.
Sie errichtete hier im folgenden Jahre ein sechsstöckiges Geschäftshaus,
in dessen beiden untersten Geschossen die im Kriege zerstörte
Zweigstelle II nunmehr im Zentrum der Frankfurter Innenstadt eine
neue Stätte fand. Im Jahre 1953 übernahm das Institut
die ebenfalls im Krieg völlig zerstörten Liegenschaften
Zeil 65-69 und ließ hier
in Zusammenarbeit des Architekten Prof.Krahn mit dem Statiker Oberbaurat
a.D.Petry ein zwölfgeschossiges Hochhaus entstehen ,
das an der Stelle der ehemaligen Konstablerwache gelegen und den
dort neu entstandenen Platz beherrschend zu einer städtebaulichen
Dominante der Zeil wurde. In dieser "Passage
zum Bienenkorb" fand die Zweigstelle I ihre neue Unterkunft.
Im übrigen wurde das geräumige Bürohaus an eine Reihe
namhafter Firmen vermietet.
am 21.Januar 1957 bezieht die 1822 den Neubau
ihrer Zentrale an der Neuen Mainzer Strasse 49-51
Nachdem die Frankfurter Sparkasse von 1822 so an
zwei markanten Stellen der Innenstadt zum Wiederaufbau Frankfurts
ihren Beitrag geleistet und zugleich ihr Vermögen auf lange
Sicht vermehrt hatte, ging sie 1955 an den Neubau ihrer Hauptstelle
auf ihrer alten Liegenschaft Neue Mainzer
Straße 49-51. Wieder schuf Prof.Krahn in Verbindung
mit Oberbaurat a.D.Petry einen großen und für die Zwecke
des Instituts planmäßig durchorganisierten, stattlichen
Baukörper, der an der Straßenseite so hoch aufgeführt
wurde, daß auch hier drei Stockwerke anderen Firmen mietweise
überlassen werden konnten. Da das Baugrundstück zu den
Anlagen hin erheblich abfällt, war es möglich, auch die
beiden Untergeschosse mit Tageslicht zu versehen, so daß die
große Lochkartenabteilung, die Fernsprechzentrale und die
Werkstätten der Sparkasse unter günstigsten Arbeitsbedingungen
untergebracht wurden. Selbstverständlich erhielt das Gebäude
auch eine große Tresoranlage, die unmittelbar von der großzügigen
und besonders geschmackvollen Schalterhalle aus zugänglich
ist. Die große, gutbelichtete Halle nimmt mit den anstoßenden,
nur durch Glaswände abgetrennten Nebenräumen fast die
ganze Grundstücksfläche ein und erlaubt einen Durchblick
bis zu den alten Baumbeständen der Anlagen. Durch ein Fließband
sind alle Geschäftsabteilungen miteinander verbunden, so daß
ein schneller und rationeller Arbeitsablauf gesichert ist.
Die Zahl der Mitarbeiter
des Instituts ist von den 209, die zur Zeit der Währungsreform
fest in ihren Diensten standen, auf 502 Ende 1957 gewachsen. Wieviel
inzwischen zur organisatorischen Verbesserung des gesamten Geschäftsganges
geschehen ist, läßt sich allein schon an dem Verhältnis
dieser Vergrößerung zu dem fast auf das Vierfache gestiegenen
Umsatz der Sparkasse ermessen. Im übrigen ist sie um eine gründliche
Fachausbildung des Nachwuchses bemüht. Der große Stamm
langjähriger, bewährter Mitarbeiter garantiert die Fortdauer
der wertvollen Traditionen des nun schon 135 Jahre bestehenden Instituts.
Daß es seinen Angestellten die üblichen freiwilligen
sozialen Leistungen zukommen läßt, versteht sich von
selbst. 1948 konnte auch eine zusätzliche Altersversorgung
durch eine selbständige Pensionskasse des Instituts gesichert
werden, die inzwischen weiter ausgebaut worden ist.
Mit besonderer Sorgfalt hat die Frankfurter Sparkasse
von 1822 immer über ihrer Zahlungsbereitschaft gewacht und
dafür ein mustergültiges Rechenwerk entwickelt. Dafür
wurde ihr gesamter Betriebsablauf auf das Lochkartenverfahren, das
sie schon 1940 eingeführt hat, in sorgfältig durchdachter
Arbeit umgestellt. Ein reger Erfahrungsaustausch mit den führenden
in- und ausländischen Sparkassen dient ebenfalls der weiteren
Verbesserung der Betriebsorganisation. Wie hoch das Institut seinerseits
eingeschätzt wird, kam in der Wahl ihres leitenden Direktors
Emil Emge zum Vorsitzenden des Verbandes der Deutschen Freien Öffentlichen
Sparkassen e.V. im Jahre 1955 zum Ausdruck. Der Verband verlegte
daraufhin seinen Sitz von Hamburg nach Frankfurt. Auch das ist ein
beachtlicher Beitrag zu Frankfurts wiedergewonnenem Rang als Banken-
und Finanzzentrum, für das die älteste und bedeutendste
Sparkasse der Stadt durch den Umfang ihres Geschäftes wie die
Eigenart ihrer gemeinnützigen Führung eine wichtige Repräsentantin
ist, die Tradition und Fortschritt in ihrem großartigen Wiederaufbau
gleichermaßen dokumentiert.
|
|