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Berichtszeitraum: 1945-65
Das Arbeitsgebiet des Amtes für technische
Anlagen (ATA) erstreckt sich im wesentlichen auf folgende Tätigkeiten:
- 1. Planung, Beschaffung und Bau sowie Betrieb
und Unterhaltung von Anlagen der Stark- und Schwachstromtechnik,
der Verkehrssignaltechnik, des allgemeinen Maschinenbaues, der
Heizungs- und Lüftungstechnik, der Kältetechnik, der
Schlachttechnik, der Bädertechnik, der Küchentechnik,
der Wäschereitechnik und der Krankenhaustechnik - mit Ausnahme
der Sondergebiete der Eigenbetriebe, der Branddirektion, der Polizei,
des Stadtentwässerungsamtes und des Stadtreinigungsamtes.
- 2. Bearbeitung aller einschlägigen technischen
Angelegenheiten, insbesondere in Fragen der wirtschaftlichen Betriebsführung.
- 3. Beratung der FAAG und anderer städtischer
oder der Stadt nahestehender Betriebe und Organisationen in technischen
Fragen.
- 4. Erstellung technischer und technisch-wirtschaftlicher
Gutachten.
- 5. Mitarbeit bei der Besetzung und zum Teil
auch bei der Bewertung technischer Stellen.
- 6. Durchführung von Heizkostenberechnungen
und Mitwirkung bei der Festsetzung von Heizervergütungen.
- 7. Mitwirkung bei der Erstellung und Unterhaltung
der Fernmelde- und Kabelanlagen der Branddirektion und der Polizei.
- 8. Betrieb der öffentlichen Zeitanzeige.
- 9. Durchführung des Heizbetriebes in den
Schulen.
- 10. Beschaffung des elektrischen Sachbedarfs
für die Stadtverwaltung - mit Ausnahme eventuellen Spezialbedarfs.
Dem Amt für technische Anlagen
(ATA) stehen für diese Aufgaben zur Zeit (1965) 149 Mitarbeiter
zur Verfügung. Außerdem bedient sich das ATA der bei
größeren städtischen Betrieben und Einrichtungen,
z.B. den Krankenanstalten, dem Theater, dem Schlacht- und Viehhof,
den Bädern usw., vorhandenen betriebseigenen Werkmeistereien,
denen der eigentliche Betrieb, d.h. der Einsatz und die laufende
Pflege der technischen Mittel noch den technischen Weisungen des
ATA und den Forderungen der einzelnen Betriebsleitungen, obliegt.
Wegen des Umfanges der in den letzten Jahren durchgeführten
Planungen wurden zur Arbeitsentlastung des Amtes auch des öfteren
freischaffende beratende Ingenieure zur Mitarbeit herangezogen.
Auch gewisse hochwertigere Wartungsarbeiten wurden aus dem gleichen
Grunde in einem vertretbaren Umfang an die hierfür infrage
kommenden Herstellerfirmen vergeben.
Die Tätigkeit des Amtes für technische
Anlagen von 1945 bis 1965 wies in den einzelnen durchlaufenen Zeitabschnitten
völlig unterschiedliche Züge auf. Die erste Phase, die
bis etwa 1948 reichte, war dadurch gekennzeichnet, daß nur
primitive Instandsetzungen an nach Kriegsende noch vorhandenen technischen
Anlagen mit Behelfsmitteln durchgeführt werden konnten, da
trotz Zuteilung der erforderlichen Kontingente für Metalle
und sonstige Baustoffe nur sehr wenige Unternehmer bereit waren,
ihre spärlichen Lagerbestände ohne zusätzliche Kompensationen
aus der Hand zu geben. Zur Schaffung erster Arbeitsmöglichkeiten
mußte deshalb oft auf Einrichtungen zurückgegriffen werden,
die - meist unter erheblicher persönlicher Gefahr für
die Beteiligten aus städtischen Trümmergrundstücken
geborgen worden waren. So wurden beispielsweise in den ersten Nachkriegswintern
städt. Amts- und Dienststellen nur dadurch einigermaßen
arbeitsfähig gemacht, daß rd. 1200 Einzelöfen für
feste Brennstoffe, die zum größten Teil buchstäblich
aus dem Trümmerschutt geholt worden waren, aufgestellt und
unter Verfeuerung von im Stadtwald frischgeschlagenem Holz zur Beheizung
der Räume verwendet wurden. Eine wesentliche Aufgabe des ATA
bestand in dieser Zeit noch in der Herrichtung von Luftschutzbunkern
für die Unterbringung von Flüchtlingen und Obdachlosen
und in der behelfsmäßigen Einrichtung einer Großküche
in leerstehenden Lagerräumen der Süddeutschen Kühlhaus-GmbH
für Massenspeisungen, aus der in den ersten Nachkriegsjahren
über 10 Millionen Portionen Essen an die Bevölkerung ausgegeben
werden konnten.
In den Jahren 1947/48 wurden vom
Amt für technische Anlagen (ATA) die technischen Einrichtungen
der wiederaufgebauten Paulskirche sowie im besonderen Auftrag der
Hessischen Landesregierung die Einrichtungen einer Vaczine-Station
zur Gewinnung von Rohlymphe für die Produktion eines Serums
zur Bekämpfung der damals grassierenden Maul und Klauenseuche
erstellt.
Erst nach 1948 trat an die Stelle der Primitivmaßnahmen
zur provisorischen Ingangbringung der städtischen technischen
Einrichtungen der verschiedensten Art allmählich ein geordneter
Wiederaufbau und Neubau mit einem sich bis in die letzten Jahre
steigerndem Umfang der jährlichen Bauleistungen. Wenn auch
durch die Einschaltung der Frankfurter Aufbau-AG beim Neubau städtischer
Gebäude u.a. auch eine sehr spürbare Entlastung des ATA
erzielt werden konnte, so waren doch die an dieses Amt in den letzten
15 Jahren gestellten Anforderungen in Bezug auf die Beweglichkeit
und Anpassungsfähigkeit seiner technischen Mitarbeiter an die
rasche technische Entwicklung vor allem durch den sich immer mehr
breitmachenden Trend zu hochwertigeren und komfortableren Anlagen
über alle Maßen hoch - ganz abgesehen von dem auch mengenmäßig
immer weiter anschwellenden Umfang der zu betreuenden technischen
Einrichtungen.
Zur Verdeutlichung des Umfanges der Tätigkeiten
des ATA mögen nun einige Zahlenangaben über betreute Anlagen
dienen, die jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben.
Gegenwärtig (1965) stehen beim ATA in Unterhaltung:
- 470 Heizungsanlagen mit über 600 Heizkesseln
und einer Gesamtwärmeleistung von 200000000 kcal/h,
- rund 80 Kältemaschinen mit ca. 3500000
kcal/h Kälteleistung,
- über 700 Kühlschränke,
Würfeleisbereiter, Speiseeisbereiter, Kühltheken, Gefriertrocknungsanlagen
usw.,
- 459 Personen- und Lastenaufzüge,
- 3 Rohrpostanlagen und 4 Buch- und Aktenförderungsanlagen,
- 15 Tankanlagen für Kraftstoff,
- 13 Notstromaggregate mit insgesamt 2300 kVA
Leistung,
- rund 100 Arbeitsmaschinen, wie Drehbänke
usw. in den Berufsschulen und in den Betrieben,
- 285 Verkehrssignalanlagen einschl. zweier Steuerämter
für Zentralsteuerung,
- die Einrichtungen für rund 8000 städtische
Fernsprechanschlüsse, d.h. 65 Fernsprechzentralen und Vermittlungen
und ca. 250 km Fernmeldekabeltrasse,
- 42 Mastuhren und 33 Turmuhren der öffentlichen
Zeitanzeige und
- ca. 2600 Nebenuhren in städtischen Gebäuden,
die technischen Einrichtungen der städtischen Küchenbetriebe
sowie weiterer 26 Küchen in Krankenanstalten und Heimen,die
technischen Einrichtungen von Anstaltswaschereien (darunter die
Zentralwäscherei), von Badeanstalten und Freibädern,
von Schlachthöfen, von Müllverbrennungs- und Krematoriumsanlagen
usw. usw.
Die Hauptaufgaben des Amtes für
technische Anlagen (ATA) werden auch in Zukunft folgende Aspekte
umfassen:
- 1. Aussonderungs- und Erneuerungsplanung für
die betreuten technischen Anlagen unter Zugrundelegung ihrer wirtschaftlichen
Nutzungsdauer. Dieser Planung kommt z.B. im Gegensatz zu der Arbeit
des Hochbauamtes wegen der vergleichsweisen Kurzlebigkeit der
betreuten Wirtschaftsgüter besondere Bedeutung zu.
- 2. Planung zusätzlicher Einrichtungen zur
Verbesserung oder Vergrößerung der Leistung oder Wirtschaftlichkeit
des vorhandenen Anlagenbestandes.
- 3. Erweiterungsplanung auf der Grundlage des
Bevölkerungszuwachses und der Ausweitung der städtischen
Aufgaben, z.B. infolge der zunehmend überörtlichen Bedeutung
gewisser Ver- und Entsorgungseinrichtungen, wie Markt- und Schlachthofanlagen,
Krankenanstalten, Theater, Müllverbrennungsanlagen usw.
- 4. Instandhaltungsplanung, d.h. vorsorgliche
planmäßige Betreuung der technischen Anlagen mit dem
Ziele der Aufrechterhaltung eines weitgehend störungsfreien
Betriebes bei angemessenen Energieverbrauchszahlen und vertretbarem
Personaleinsatz.
- 5. Aufbau einer Sammlung von Stadtnormen für
den technischen Bereich, die durch Festlegung gewisser Verfahrensweisen,
Dimensionierungs- und Gestaltungsrichtlinien in Ergänzung
bestehender Normen, Vorschriften und Richtlinien zur Vereinheitlichung
der wesentlichen Merkmale technischer Einrichtungen und damit
zur billigeren Beschaffung und zur leichteren Instandhaltung solcher
Anlagen beitragen könnten.
- 6. Ständige Auseinandersetzung mit den
Problemen, die sich bei Verwendung flüssiger und gasförmiger
Brennstoffe in städtischen Heizungsanlagen in wirtschaftlicher
und personeller Hinsicht ergeben.
Bei den anstehenden Planungsaufgaben ist für
die Zukunft auch an die Anwendung geeigneter Datenverarbeitungsmethoden
gedacht.
Berichtszeitraum: 1965-68
Beim Amt für technische Anlagen (ATA) haben
sich keine bemerkenswerten personellen Änderungen ergeben.
Im Jahre 1967 konnten 13 Heizerstellen aufgrund der konsequent betriebenen
Umstellung koksgefeuerter Heizungsanlagen auf Heizöl gestrichen
werden. Ab der Heizperiode 1968/69 werden die noch vorhandenen 21
Heizerstellen auf unseren Antrag hin aus Gründen der Verwaltungsvereinfachung
dem Stadtschulamt übertragen.
Ebenfalls im Zuge der Rationalisierung der Verwaltungsgeschäfte
erfolgte im Juli 1967 die Übernahme der gesamten Personalsachbearbeitung
sowie der rechnerischen Prüfung der für Neubaumaßnahmen,
Unterhaltungsarbeiten und Beschaffung von Sachbedarf eingehenden
Firmenrechnungen für das Amt für technische Anlagen durch
dessen Verwaltungsabteilung.
Durch den plötzlichen Tod zweier Angestellter
Ende des Jahres 1967 sowie die vorausgegangene Abgabe der Universitätskliniken,
des Hygiene-Institutes und des Waldkrankenhauses Köppern an
das Land Hessen bzw. an den Landeswohlfahrtsverband ergaben sich
strukturelle Verschiebungen, die bei Aufgabe zweier Bautechnikerstellen
eine Neuverteilung der Aufgaben im Bereich der Abteilung Wärme-
und Kältetechnik erforderlich machten. Durch den Wegfall der
o.g. Institutionen wurde es auch möglich, die technische Betreuung
der übrigen städtischen Dienststellen und Betriebe zu
intensivieren sowie Planungen und Bauleitungsaufgaben größeren
Umfanges, die in den vorhergegangenen Jahren an Ingenieurbüros
vergeben werden mußten, wieder selbst im Amt abzuwickeln.
Die Arbeit des Amtes für technische
Anlagen (ATA) im Berichtszeitraum war vor allem durch folgende Tatsachen
gekennzeichnet:
- Versuchsweise Ausstattung je einer Schule mit
Gas-Einzelheizung und mit Nachtstromspeicherheizung im Hinblick
auf die sich für die nächsten 20 Jahre abzeichnende
Verschiebung der Energieversorgung von Koks bzw. Heizöl auf
Erdgas bzw. Strom.
- Umstellung gasbeheizter Einrichtungen in städtischen
Gebäuden auf Reichgas.
- Weitere Umstellung von Heizungsanlagen auf Öl
bzw. Gasfeuerung zur Einsparung von Heizern.
- Erneuerung der Heizungsanlage für den gesamten
Bereich des Waldkrankenhauses Köppern vor der Übernahme
durch den Landeswohlfahrtsverband.
- Beratende Mitarbeit bei der Planung der technischen
Ausstattung der Betriebsanlagen des Stadtreinigungsamtes in der
Nordweststadt sowie der A- und B-Ebene der U-Bahn-Station Hauptwache.
- Planung, Beschaffung und Einbau der umfangreichen
Werkstattausrüstung der Betriebsanlage des Stadtreinigungsamtes
in der Nordweststadt sowie Einbau je einer elektro-akustischen
Ruf- und Sprechanlage nach dem Leitstandprinzip dort und in der
Kfz-Werkstatt in der Weidenbornstraße. Diese erstmals eingesetzten
Anlagen dienen zur Verbesserung des Arbeitsablaufes im Werkstattbetrieb.
Hauptbetriebshof
Weidenbornstraße (Luisenhof)
- Planung und Baudurchführung der elektro-,
heizungs-, lüftungs-, kälte- und schlachttechnischen
Einrichtungen in dem Sanitätsschlachthaus und in der zur
Zeit im Bau befindlichen Rinderschlachthalle, insbesondere unter
Berücksichtigung der neuen EWG-Richtlinien.
- Erneuerung und Modernisierung der technischen
Einrichtungen in Schulen und anderen städtischen Gebäuden
und Betrieben (wie Ausrüstung auch der älteren Schulen
mit neuzeitlichen Einrichtungen für den naturwissenschaftlichen
Unterricht und Ausstattung der Berufs- und Berufsfachschulen mit
den dem neuesten Stand der Technik angepaßten Maschinen
für den Werkstattunterricht; rd. 1,6 Mio DM für den
Berichtszeitraum).
- Ausweitung der Tätigkeit des Sachgebietes
für Planung und Erstellung von Verkehrssignalanlagen durch
U-Bahn-Bau.
- Einführung der Elektronik in das Verkehrssignalwesen
im Hinblick auf die Möglichkeit einer verkehrsabhängigen
Steuerung der Signalanlagen.
- Ausrüstung des Frankfurter Waldstadions
mit einer neuen Wegebeleuchtung, einer neuen Eisbahnbeleuchtung
sowie einer Notstromanlage für die Radrenn- und Hauptkampfbahn
.
- Einbau der erforderlichen technischen Einrichtungen
und Anlagen im Rahmen von Baumaßnahmen des Hochbauamtes,
die in dessen Bericht im einzelnen näher genannt sind.
- Umstellung verschiedener Telefonzentralen, insbesondere
der Rathausgroßzentrale auf Amts-Durchwahlverkehr.
- Erweiterung des städtischen Fernmeldekabelnetzes
im ganzen Stadtgebiet, besonders jedoch in Richtung der nördlichen
Stadtteile unter Berücksichtigung des erheblichen Bedarfs
an Anschlüssen für Fernsprecher, Polizei-Rufsäulen,
Melde- und Signaleinrichtungen u.ä. der städtischen
Einrichtungen im Bereich der Nordweststadt.
Berichtszeitraum: 1969-72
Über Aufgaben und Bedeutung des Ingenieurs
für die Betriebstechnik im öffentlichen Bauwesen bestanden
in maßgebenden Kreisen, bei Behörden und Körperschaften
vielfach noch sehr unterschiedliche Vorstellungen. Denn vor nicht
allzu langer Zeit glaubte man noch, daß es in den meisten
Fällen genüge, wenn der planende Architekt sich bei geeigneten
Firmen Auskunft und Rat holte, falls er einmal vor Problemen der
damaligen einfachen ,,Haustechnik" stand. Die stürmische
Entwicklung in den letzten Jahrzehnten im Hochbau wie in allen Zweigen
der Betriebstechnik moderner Bauwerke hat aber die Gewichte entscheidend
verschoben. Dazu haben veränderte Bauweisen, vorwiegend aber
steigende Forderungen der Bedarfsträger beigetragen. Eine hochentwickelte
Betriebstechnik ist heute überall ein selbstverständlicher
und unverzichtbarer Bestandteil zeitgemäßen Bauens. Sie
ist notwendige Voraussetzung für Funktion und Gebrauchswert
eines Gebäudes; sie ermöglicht in vielen Fällen erst
seine Nutzung für Sonderzwecke. Dementsprechend ist der Anteil
an den Gesamtbaukosten, der auf die Betriebstechnik entfällt,
erheblich angewachsen. Gegenwärtig beläuft er sich im
Durchschnitt auf etwa 30-35% und liegt damit etwa doppelt so hoch
wie vor 10 Jahren. In besonderen Fällen, wie Kliniken o.a.,
steigt er weit darüber an und erreicht nicht selten 60%. Die
fortschreitende Technisierung der Bauten als Folge der zunehmenden
Anforderungen an die technischen Anlagen erhöht die Abhängigkeit
des Geschäftsablaufes von einem reibungslosen Arbeiten der
Betriebstechnik. Mit Recht ist daher eine möglichst hohe Betriebssicherheit
und Funktionstüchtigkeit zu verlangen. Die Automatisierung
schreitet fort. Die steigenden Aufwendungen auf dem Personalsektor
und die Personalknappheit zwingen zur Zentralisierung der Betriebsüberwachung
und Systematisierung der Anlagenwartung. Dies führt zu verstärktem
Interesse an der zentralen Leittechnik.
Mit Rücksicht auf die zwangsläufige und
starke Belastung des städtischen Haushalts durch die Betriebskosten
der technischen Anlagen, bei steigendem Bauvolumen, ist eine sachgemäße
und sorgfältige Planung und bauliche Ausführung unerläßlich,
da hierdurch die Ausgaben für Energie, Wartung und Instandhaltung
wesentlich beeinflußt werden können. Um all diesen Forderungen
gerecht werden zu können, war eine personelle Verstärkung
des Amtes unabweisbar. Mit der Bewilligung von 22 neuen Stellen
wurden zunächst die stellenplanmäßigen Voraussetzungen
geschaffen. Die Besetzung kann allerdings bei verschiedenen Fachabteilungen
infolge der angespannten Arbeitsmarktlage im Großraum Frankfurt
leider nur zögernd erfolgen. Eine große Anzahl von Aufgaben
und Arbeiten, die durch das Amt für technische Anlagen zur
Ausführung gelangen, treten nach außen nicht oder kaum
in Erscheinung, obwohl es sich hierbei teilweise um finanziell recht
aufwendige Maßnahmen handelt. Hier seien als Beispiele besonders
genannt:
- Erneuerung von Heizungsanlagen in Dienstgebäuden,
Betrieben und vor allem in Schulen, wobei gleichzeitig nicht nur
die Umstellung auf automatische Steuerung zur Ersparnis von Heizpersonal,
sondern auch ganz besonders unter dem Aspekt des Umweltschutzes
der Übergang auf umweltfreundlichere Energiequellen vollzogen
wird. Eine Maßnahme übrigens, die vom Amt schon mehrere
Jahre systematisch gegen die Luftverschmutzung durchgeführt
wird.
- Durchführung von Schutzmaßnahmen
für die noch in großer Zahl vorhandenen Lagertanks
für Heizöl, Dieselöl und Benzin gegen Korrosion
und Überfüllen entsprechend der Verordnung über
das Lagern wassergefährdender Flüssigkeiten (VLwF).
- Einbau einer Anrufverteilung in der Telefon-Großzentrale
des Rathauses, die eine gleichmäßige Verteilung der
Gespräche in der Reihenfolge ihres Ankommens auf die vorhandenen
Vermittlungsplätze gewährleistet und damit die früher
teilweise recht langen Wartezeiten der Anrufenden auf ein Minimum
reduziert.
- Einrichtung von Anrufbeantwortern in verschiedenen
städtischen Fernsprechzentralen, die es ermöglichen,
daß zur Einsparung von Vermittlungskräften die so ausgestatteten
Zentralen sowohl nachts als auch an Samstagen, Sonn- und Feiertagen
nicht mehr besetzt werden müssen.
- Aufbau eines Fernsehstudios in den Räumen
der Landesbildstelle als zentrale Aufnahme- und Sendestelle für
das stadtinterne Schulfernsehen.
Als besonders publikumswirksame Einrichtungen sollen
erwähnt werden:
- Ausrüstung des Exotariums im Zoologischen
Garten mit einer Mehrkanal-Radioführungsanlage, die auch
fremdsprachliche Führungen ermöglicht.
- Einrichtung von Phonotheken in der Stadtbücherei
Nordweststadt und in der Musikbücherei Goethestraße.
Eine Maßnahme besonderer Art sowohl in technischer
Hinsicht als auch im zeitlichen Ablauf war der Einbau einer der
zur Zeit modernsten vollelektrischen Bühnen- Lichtstellanlage
mit zugehörigem neuen Tonstudio in der Oper. Diese Anlage ersetzt
das im Jahre 1936 im alten Opernhaus eingebaute und nach dem Krieg
beim Wiederaufbau des Schauspielhauses zum sogenannten Großen
Haus" wiederverwendete mechanische Stellwerk. Die Anlage wurde
in knapp zweijähriger Bauzeit unter Aufrechterhaltung des Spielbetriebes
und lediglich geringfügiger Verlängerung der Theaterferien
im vergangenen Jahr eingebaut.
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