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aktiengesellschaft hellerhof.  
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Berichtszeitraum: 1945-65

 

Die Gesellschaft wurde im Jahre 1901 zusammen von der Stadt Frankfurt am Main und der Internationalen Baugesellschaft, Rechtsvorgängerin der Firma Philipp Holzmann AG, gegründet. Aufgabe des Unternehmens war von Anbeginn an die Errichtung und die Betreuung von Kleinwohnungen für wirtschaftlich schwächere Bevölkerungsteile. Zu Beginn des Krieges verfügte man über 3203 Wohnungen; durch Verschmelzung mit einer kleineren Wohnungsbaugesellschaft konnte dieser Bestand 1943 auf 3215 Wohnungen erhöht werden. Am 31.3.1945 war der überwiegende Teil dieses stolzen Besitzes zerstört oder stark beschädigt.

  • Völlig zerstört waren: 1364 WE (42%)
  • teilbeschädigt waren: 1303 WE (41%)
  • unbeschädigt waren: 548 WE (17%)

Vordringlichste Aufgabe nach dem Kriege war es daher, den eigenen Besitz wieder aufzubauen. Dieses Ziel war Mitte der fünfziger Jahre erreicht. Daneben sind neue Bauvorhaben in Angriff genommen worden. Am 31.3.1965 besaß die Gesellschaft 4949 Wohnungen und 49 gewerbliche Einheiten. Sie hat in den verflossenen 20 Jahren nach Kriegsende mithin 2667 Wohnungen wiederaufgebaut bzw. benutzbar gemacht, 2282 Wohnungen neu errichtet. Alle Maßnahmen wurden - von wenigen Ausnahmen abgesehen - mit öffentlichen Mitteln gefördert.

Neben dem eigentlichen Wohnungsbau hat die Gesellschaft in den letzten Jahren unter anderem 2 Kindergärten mit Horteinrichtung für die Stadt errichtet, ferner ein Schwesternwohnhaus für das St.Markus-Krankenhaus , das Altenclubhaus der Centrale für private Fürsorge im Rothschildpark und als Betreuungsmaßnahme verschiedene Kaufeigenheime.

Der relativ große Bestand an Altbauwohnungen hat einen sehr erheblichen Instandhaltungsaufwand zur Folge, der daneben die Gesellschaft verpflichtet, sich den Komfortansprüchen unserer Zeit anzupassen. So wurde mit Beginn der Heizperiode 1963 die Sammelbeheizung für 1000 Altbauwohnungen auf Gas umgestellt, ein Schritt, der in dieser Art und in diesem Umfang ein Novum in der Wohnungswirtschaft ist.

Das Gesellschaftskapital betrug:

  • am 31.3.1945: 1500000,-RM
  • am 31.3.1965: 101110000,-DM

An diesem Kapital sind beteiligt:

  • die Stadt Frankfurt a.M. mit 8163500,- DM = 80,75%
  • die Deutsche Bundespost mit 1265000,- DM = 12,51%
  • die Firma Holzmann AG mit 681500,- DM = 6,74%

Die Aktiengesellschaft Hellerhof konnte im Jahre 1955 auf ihr fünfzigjähriges Bestehen zurückblicken. Das Ehrenkapitel des Gesamtverbandes der Gemeinnützigen Wohnungsunternehmen hat der Gesellschaft in Anerkennung ihrer Verdienste um den sozialen Wohnungsbau am 3.4.1962 das Jubiläumsschild der Gemeinnützigen Wohnungswirtschaft verliehen.

 

 

 

Berichtszeitraum: 1965-68

 

In den Jahren 1965 bis 1968 konnten trotz Rückläufigkeit im sozialen Wohnungsbau in verschiedenen Stadtteilen, der neuen Wohnstadt LIMES und in Mörfelden 552 Wohnungen und 74 sonstige Mieteinheiten (Garagenhof, 1 Tiefgarage, 1 Feuerwehrhaus u.a.) errichtet werden. Neue Vorhaben mit nahezu 500 Wohnungen sind in der Vorbereitung so weit gediehen, daß mit der Realisierung in nächster Zeit gerechnet werden darf. Davon rund 300 Wohnungen allein im neuen Baugebiet "Am Atzelberg".

Im Dienste des Unternehmens stehen gegenwärtig 51 hauptberuflich und 21 nebenberuflich bzw. stundenweise beschäftigte Mitarbeiter. Der Vorstand besteht aus einer Person, Direktor Robert Braun. Die Verwendung neuzeitlicher Arbeitsverfahren und Organisationsmittel, so z.B. der Einsatz der Lochkarte und der Mieteneinzug im Abbuchungsverfahren, haben spürbare Ersparnisse gebracht.

Das Gesellschaftskapital beträgt Ende 1968 11400000-,DM. An diesem Kapital sind beteiligt:

  • Stadt Frankfurt am Main mit 8928500,- = 78,32%
  • Deutsche Bundespost mit 1735000,- =15,22%
  • Philipp Holzmann AG mit 736500,- = 6,46%

 

 

Berichtszeitraum: 1969-72

 

Der öffentlich geförderte Wohnungsbau hat im Berichtszeitraum, bedingt durch weiteres Ansteigen der Baukosten und durch ungünstige Kapitalmarktbedingungen, im ganzen wiederum eine leichte Rückläufigkeit zu verzeichnen. Trotzdem konnte die Gesellschaft ihre Bautätigkeit fortsetzen und in den Jahren 1969-1972 410 Wohnungen und eine Kindertagesstätte errichten. Im Bau befinden sich z.Zt. weitere 84 Mietwohnungen für Dienstkräfte der Stadtverwaltung und der Deutschen Bundespost sowie eine Wohnanlage für alte Bürger mit 100 Einheiten. Mit der Fertigstellung dieser Vorhaben darf in den ersten Monaten des Jahres 1973 gerechnet werden. Der Anteil des Altbaues am Gesamtbestand von rd. 6000 Wohnungen ist relativ hoch und beträgt 48%. Ein erheblicher Teil dieses Besitzes ist nunmehr 70 Jahre alt. Neben der Neubautätigkeit sind darum über die laufende Instandhaltung hinaus in den letzten Jahren auch Modernisierungsmaßnahmen zu einer dringenden Aufgabe geworden. Nicht nur aus Gründen einer allgemeinen Verbesserung der Ausstattung, sondern zwingend aus der Überlegung, daß die Wettbewerbsfähigkeit dieser Wohnungen bei einer weiteren Angleichung des Wohnungsmarktes und einer sich fortsetzenden Steigerung der Ansprüche gefährdet ist. So haben z.B. 200 Wohnungen anstelle der Ofenheizung gasbefeuerte Zentralheizungen erhalten. Nicht zuletzt haben sich die erheblich gestiegenen Baukosten bedenklich auf die Kosten der Instandhaltung ausgewirkt. Die in jüngster Zeit vorgenommene Änderung der II. Berechnungsverordnung (BVO) hat eine ausreichende Anhebung der kalkulatorischen Pauschsätze, so wie sie der öffentlich geförderte Miethausbesitz benötigt, nicht gebracht. Die aufgrund dieser Vorschrift in der Miete enthaltenen kalkulatorischen Beträge decken nach wie vor die tatsächlich anfallenden Kosten keineswegs. Im Dienste des Unternehmens stehen Ende 1972 50 hauptberufliche und 10 nebenberufliche bzw. stundenweise beschäftigte Mitarbeiter. Das Geschäftskapital beträgt DM 17623000,-.

Hieran sind beteiligt:

  • Stadt Frankfurt/Main mit DM 13434500,- = 76,23%
  • Deutsche Bundespost mit DM 3452000,- = 19,59%
  • Ph. Holzmann AG mit DM 736500,- = 4,18%
  • insgesamt; DM 17623000,- = 100,00%
 
Quelle: Jahresberichte der Stadt Frankfurt 1945-72
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