zur dokumentation

dokumentation zur nachkriegszeit
städelschule - staatliche hochschule für bildende künste.  
home

Berichtszeitraum: 1945-65

 

Die Stadt Frankfurt am Main hat sich bald nach dem Zusammenbruch im Jahre 1945 dafür entschieden, die alte Städelschule - im Jahre 1817 gegründet - als Staatliche Hochschule für bildende Künste zu erhalten. In einem Vertrag zwischen dem Land Hessen und der Stadt Frankfurt und durch die Hochschulsatzung vom September 1946 wurde die Städelschule, Staatliche Hochschule für bildende Künste, neu konstituiert.

Schon am 1.Dezember 1946 konnte Professor Heise, der neu ernannte Leiter der Städelschule, in dem schwerbeschädigten Haus Bornheimer Landstraße 55 die ersten Ateliers für zwei Malklassen eröffnen. Von 1947 ab entstand unter seiner Leitung die Städelschule in der Dürerstraße 10 neu; sie wurde als Hochschule für die freien Künste eingerichtet und umfaßte zunächst die Abteilungen: Bildhauerei, Malerei und freie Graphik. Die Klasse für angewandte Graphik wurde aufgelöst. 1948/49 entstanden drei Bildhauerateliers, vier Malerateliers und eine Lithographiewerkstatt, so daß die provisorischen Ateliers in der Bornheimer Landstraße aufgegeben werden konnten. Professor Heise übernahm die Klasse für freie Graphik. 1947 wurde Professor Mettel als Leiter der Bildhauerklasse und 1949 wurde Professor Burkart als Leiter der Klasse für figürliche Malerei berufen. 1950 übernahm Professor Lammeyer die Klasse für Landschaft und Portrait für den in den Ruhestand getretenen Professor Delavilla.

Anstelle von Professor Heise leitete ab 1950 Professor Mettel als Direktor die Städelschule. Von diesem Zeitpunkt an wurde - dank der Bereitstellung der Mittel für den Wiederaufbau durch die Stadt Frankfurt - das Hauptgebäude auf dem alten Grundriß wieder aufgebaut, aber in abgewandelter und zum Teil völlig moderner Form nach den Entwürfen und unter Leitung des Architekten Professor Johannes Krahn. Zu dem Wiederaufbau trug auch das Land Hessen durch Erhöhung des für die Städelschule gewährten Zuschusses bei. Am 1.Oktober 1954 wurde auch die Architektenklasse - entsprechend der Tradition der Städelschule - unter Leitung von Professor Krahn wieder eröffnet. Mit dem Sommer des Jahres 1955 konnten die Aufbauarbeiten der Städelschule beendet werden.

Professor Lammeyer übernahm am 1.April 1959 das Amt als Direktor der Hochschule, das Professor Burkart seit 1956 inne hatte. Gleichzeitig trat die neue Satzung der Städelschule in Kraft. Durch diese Satzung wurde der Hochschulcharakter der Städelschule stärker ausgeprägt und ihr von Staat und Stadt als Anstalt des öffentlichen Rechts die Selbstverwaltung in größerem Umfang zugesichert.

 

 

Berichtszeitraum: 1965-68

 

Die Städelschule, Staatliche Hochschule für bildende Künste, dient der umfassenden Ausbildung in den freien bildenden Künsten. Voraussetzungen für die Aufnahme sind gute allgemeine Schulbildung, dem Ziel der Hochschule entsprechende künstlerische Begabung und ein Mindestalter von 18 Jahren. Für die Aufnahme in die Abteilung für Baukunst wird außerdem eine ausreichende technische Vorbildung verlangt.

Die meisten der Studierenden der Städelschule sind im Lande Hessen beheimatet, weitere Studierende kommen aus allen Bundesländern; die Ausländer u.a. aus dem Iran, aus Jugoslawien, der Schweiz, den Vereinigten Staaten, der Türkei, aus Frankreich und Holland.

Am 31.März 1965 trat Prof.Lammeyer, der bis zu diesem Zeitpunkt sechs Jahre Direktor der Städelschule war, in den Ruhestand. Seit dem 1.April 1965 ist Prof.Krahn, Leiter der Abteilung für Baukunst, Direktor der Hochschule. Im Jahre 1966 verstarben Prof.Hans Mettel und Prof.Heinz Battke. Es wurden neu berufen: Prof.Johann-Georg Geyger, Leiter der Abteilung für Freie Malerei, Prof.Johannes Schreiter, Leiter der Abteilung für Monumentale Malerei, Michael Croissant, Leiter der Abteilung für Bildhauerei und Paul Eliasberg, Leiter der Abteilung für Freie Graphik. Das Kuratorium Kulturelles Frankfurt veranstaltete im Juni 1967 im Foyer des Hotels Intercontinental in Frankfurt a.M. eine Ausstellung "Städelschüler stellen aus". Aus Anlaß ihres 150jährigen Bestehens eröffnete die Städelschule am 14.Juli 1967 eine Ausstellung mit Arbeiten ehemaliger Studierender aus den Jahren 1945 bis 1967. In den Räumen und auf dem Gelände der Hochschule waren bis zum 13.August 1967 etwa hundert Arbeiten von insgesamt 56 Ausstellern zu sehen.

 

 

Berichtszeitraum: 1969-72

 

Bericht nicht vorhanden.

 

 
Quelle: Jahresberichte der Stadt Frankfurt 1945-72
frankfurt baut auf