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Berichtszeitraum: 1945-65
Nach dem Kriege war Frankfurt am Main belastet
durch die Unterbringung der Alliierten Kontrollorgane, Zonenverwaltungen
des Länderrats, des Wirtschaftsrates und der hiermit zusammenhängenden
Organisationen. Die hieraus zwangsläufig erwachsende Verschärfung
der Not an Wohn- und Gewerberaum blockierte in starkem Maße
die Möglichkeiten für die Aufnahme von Unternehmen und
Organisationen, die bereit gewesen sind, sich in unserer Stadt niederzulassen.
Aus dieser Sicht heraus ist es zu verstehen, daß Frankfurt
am Main sich seinerzeit um den Sitz der neu zu schaffenden Bundesregierung
bewarb. Als dann jedoch im November 1949 die Entscheidung zu Gunsten
der Stadt Bonn fiel, war diese Tatsache für unsere Stadt der
Startschuß für eine kommunale Wirtschaftsförderung,
die an die traditionelle Bedeutung Frankfurts als Schnittpunkt des
Handels und Verkehrs anknüpfte.
Dabei ging der Magistrat von der Erkenntnis aus,
daß die Blüte eines Gemeinwesens letzten Endes in der
wirtschaftlichen Entfaltung ihrer Bürger wurzelt, wobei die
Steigerung der Erzeugung durch Ansiedlung neuer Industriezweige
und die Schaffung günstiger Produktionsbedingungen vordringlich
ist. Besonders wichtig erschien auch die mittelbare Wirtschaftspolitik
als ein Werkzeug zur Förderung des Wohls der Gemeinde.
Die Leistungsfähigkeit der Gemeinde wird vorwiegend
durch ihre Steuerkraft ausgedrückt. Deshalb war es wichtig,
die materiellen Grundlagen gut zu fundieren, um die ideellen Bestrebungen
durchführen zu können, d.h. Sicherung bestehender Arbeitsplätze,
Schaffung neuer Arbeitsplätze, Mehrung des Steueraufkommens
und damit Stärkung der finanziellen Leistungsfähigkeit
der Stadt für soziale, städtebauliche und kulturelle Zwecke.
Zur Durchführung dieser Zielsetzung wurde 1950 das Dezernat
Wirtschaftsförderung gegründet, das von Anbeginn an bis
heute personell klein gehalten wurde. Die Verbindung zwischen dem
Magistrat und dem Dezernat Wirtschaftsförderung erfolgte durch
eine Magistratskommission, den sogenannten "Fünferrat".
Dieser Rat hat als delegiertes Beschlußorgan in den bedeutsameren
Angelegenheiten fungiert, soweit sie nicht dezernatsmäßig
entschieden werden konnten. Ihm gehörten an: Der Oberbürgermeister,
der Dezernent der Wirtschaftsförderung, der Stadtkämmerer,
der Baudezernent und der Dezernent der Stadtwerke. Im Jahre 1953
ist der "Fünferrat" durch den Zutritt weiterer Magistratsmitglieder
zum "Siebenerrat" erweitert worden. Alsbald hat sich das
Bedürfnis gebildet, an seinen Beratungen regelmäßig
die Vorsitzenden der Stadtverordneten-Fraktionen als Gäste
zu beteiligen. Es entstand so die noch in ihrer heutigen Zusammensetzung
bestehende "Kommission für Wirtschaftsförderung".
Den Vorsitz führt der jeweilige Oberbürgermeister. Dezernenten
der Wirtschaftsförderung waren bis 1960 Bürgermeister
Dr.Leiske, von 1960 bis 1961 Stadtrat Dr.Altheim, von 1961 bis 1964
Oberbürgermeister Dr.Bockelmann. Ab 1964 hat Oberbürgermeister
Prof.Dr.Brundert das Dezernat übernommen.

Bis 1960 Dezernent für
Wirtschaftsförderung: Dr.Walter Leiske
Aufgaben
Oberster Grundsatz bei allen Entscheidungen der
Kommission war es, ein wirtschaftsförderndes Klima innerhalb
der Stadtverwaltung zu erhalten und zu vertiefen. Im einzelnen hatte
das Dezernat folgende Aufgaben durchzuführen:
- Beratung in Standortfragen (sowohl der hier
domizilierenden als auch der nach Frankfurt am Main zuziehenden
neuen Unternehmen, Behörden, Verbände und sonstigen
wirtschaftlichen Gremien).
- Beschaffung von Grundstücken von privater
und öffentlicher Hand.
- Freimachung beschlagnahmter Grundstücke.
Gewerbe- und Wohnraumbeschaffung.
- Ansiedlung und Betreuung ausländischer
konsularischer Vertretungen, Handelsmissionen sowie staatlicher
und privater Fremdenverkehrseinrichtungen.
- Betreuung fremder für das Wirtschaftsleben
wichtiger Persönlichkeiten.
- Ausgleich widerstreitender Interessen.
- Vermittlung im Verkehr mit staatlichen und städtischen
Stellen, Handelskammer, Handwerkskammer, Gewerkschaften sowie
wirtschaftlichen Verbänden und Vereinen. Mithilfe bei Finanzierungsfragen,
Bauvorhaben, Verkehrsmaßnahmen und Erschließung neuer
Gewerbegebiete.
- Mitwirkung bei der Regelung von Entschädigungsfragen
sowie Ersatzgestellung von Grundstücken und Gewerberaum bei
baulichen Verkehrsmaßnahmen.
- Pflege der wirtschaftlichen Beziehungen zu den
Nachbargemeinden.
- Durchführung vorbereitender Maßnahmen
der Stadt als Mittelpunkt des Bank- und Börsenwesens im Hinblick
auf die Aufgaben im Rahmen der europäischen Wirtschaftsgemeinschaft.
- Wahrnehmung von Repräsentationsverpflichtungen
auf wirtschaftlichem Sektor im Auftrage des Magistrats.
- Durchführung von Empfängen im Interesse
der Wirtschaftsförderung.
Bei der Arbeit des Dezernats Wirtschaftsförderung
war es bisher zwingender Grundsatz, Investitionskredite, z.B. für
Bauten von Behörden, Banken, Versicherungen, Handel und Industrie
zwar unter entsprechenden Sicherungen erleichtern zu helfen, Betriebskredite
jedoch, d.h. also stadtseitige Teilhaberschaften am geschäftlichen
Wagnis, mit eiserner Konsequenz auszuschließen. Von Anbeginn
an wurden steuerliche, insbesondere gewerbesteuerliche Vergünstigungen
den zu fördernden Unternehmen nicht gewährt. Anderweitige
Förderungsrezepturen hingegen haben sich sehr bewährt.
Im einzelnen konnte das Dezernat
Wirtschaftsförderung mitwirken sowohl bei der Domizilierung
wie bei der Betreuung von ansässigen Institutionen. Als Beispiel
seien u.a. genannt:
- Bundesrechnungshof

- Bundesamt für gewerbliche Wirtschaft
- Bundesernährungsministerium Außenhandelsstelle,
Einfuhr- und Vorratsstellen
- Bundesamt - Institut für angewandte Geodäsie
- Bundesanstalt für Flugsicherung

- Bundesanstalt deutscher Wetterdienst
- Deutsche Bundesbank
- Deutsche Bundesbahn (Hauptverwaltung)

- Deutsche Bundespost (Fernmeldehochhaus)
- Deutsche Bibliothek

- Hessische Landesbank - Girozentrale

- Landesarbeitsamt
- Landesversicherungsanstalt Hessen

- Landeszentralbank

- Oberfinanzdirektion

- Technisches Überwachungsamt
- Bank für Gemeinwirtschaft

- Börsen

- Commerzbank AG

- Deutsche Bank AG

- Deutsche Bau- und Bodenbank AG

- Deutsche Genossenschaftskasse

- Dresdner Bank AG

- Frankfurter Bank
- Frankfurter Sparkasse von 1822

- Allianz Lebensversicherungsgesellschaft A.G.

- Alte Leipziger Lebensversicherungsgesellschaft
A.G.
- Alte Volksfürsorge
- Basler Lebens-Versicherungs-Gesellschaft
- Basler Transport- und Versicherungsgesellschaft

- Colonia, Kölnische Feuerversicherungs-Aktiengesellschaft
- Deutscher Ring Versicherungsgesellschaft
- Frankfurter Versicherungs-A.G.
- Insurance Company of North America
- Kreditanstalt für Wiederaufbau
- Landwirtschaftliche Rentenbank

- Oppenheimer & Co.
- Sächsische Bodencreditanstalt
- The American Express Company, Inc.
- The Chase Manhattan Bank
- The First National City Bank of New York
- Nordstern Versicherungs-Aktiengesellschaft
- Winterthur-Lebensversicherungsgesellschaft
- "Zürich" Versicherungsgesellschaft
- Börsenverein des Deutschen Buchhandels
e.V.
- Deutsche Zentrale für Fremdenverkehr e.V.
- Rationalisierungs-Kuratorium der Deutschen Wirtschaft
(RKW) e.V.

- Verband der Chemischen Industrie e.V.
- Verband der Automobilindustrie e.V.
- Verein Deutscher Maschinenbauanstalten e.V.
- Vereinigung der Deutschen Elektrizitätswerke
e.V. (VDEW)
- Zentralverband der Elektrotechnischen Industrie
e.V. (ZVEI)

- Deutsche Postgewerkschaft
- Gewerkschaft der Eisenbahner Deutschlands
- Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft
- IG Bau Steine Erden
- IG Metall

- Atomreaktor und Kernphysikalisches Institut

- Battelle-Institut e.V.
- Beilstein-Gmelin-Institut
- Dechema
- Dokumentationsinstitute der Chemie
- Ausländische Fluggesellschaften

- Deutsche Lufthansa AG
- Ausländische Handelsmissionen
- Generalkonsulate und Konsulate

- Irish Trade Center
- Staatliche und private in- und ausländische
Touristencentren
- United States Trade Center

- Frankfurt Intercontinental Hotel

- AEG Allgemeine Elektricitätsgesellschaft

- Caltex-Tank Mineralöl GmbH
- Deutsche Aktiengesellschaft für Nestle-Erzeugnisse
- Farbwerke Hoechst AG

- Geschäftsgebiet Niederrad
- Hertie Waren- und Kaufhaus GmbH

- Honeywell GmbH

- IBM Deutschland
- Nordweststadt-Zentrum
- Procter und Gamble GmbH

- Rauchwaren-Zentrum
- S. Fischer Verlag GmbH
- Suhrkamp-Verlag KG
Aus dem Vorstehenden ist die mannigfaltige Arbeit
des Dezernats Wirtschaftsförderung zu ersehen. Angesichts der
Entwicklung der europäischen Wirtschaftsgemeinschaft müssen
wir uns aus der Sicht der Stadt als bedeutendes Wirtschaftszentrum,
insbesondere des sogenannten tertiären Wirtschaftssektors,
auf einen weiteren wirtschaftlichen Zuwachs einrichten.
Im Augenblick schweben zahlreiche wichtige Vorhaben,
bei denen das Dezernat teils federführend, teils in anderer
Weise beteiligt ist.
Berichtszeitraum: 1965-68
Im Jahre 1966 übernahm Bürgermeister
Dr.Wilhelm Fay das Aufgabengebiet der Wirtschaftsförderung
als Folge einer Dezernatsneueinteilung. Es war in den letzten Jahren
das Hauptanliegen des Referats, ein wirtschaftsförderliches
Klima in der Stadt und ihrer Verwaltung zu erhalten und weiter zu
vertiefen. Zahlreiche hier ansässige Betriebe wurden betreut
und neue Unternehmen und Institutionen, die für die finanzielle
Leistungsfähigkeit unserer Stadt von Bedeutung sind, konnten
gewonnen werden.
Dr. Wilhelm Fay übernahm 1966 die
Wirtschaftsförderung
Im Berichtszeitraum konnte das Referat u.a. bei
der Domizilierung folgender bedeutender Behörden, Firmen, Verbände
und sonstiger Institutionen mitwirken:
- ADCA Allgemeine Deutsche Credit-Anstalt, Neckarstraße
9
- Alfa-Romeo-Vertriebsgesellschaft mbH, Lärchenstraße
11 c
- Arab Bank AG, Große Gallusstraße
15
- Aschinger AG, Am Hauptbahnhof 12
- Bank of America, Erlenstraße 2
- Bankhaus Bache & Co GmbH, Wiesenhüttenstraße
18
- Brown, Boveri und Cie AG, Wächtersbacher
Straße 78
- F.W. Brügelmann Söhne, Westerbachstraße
162-166
- Bundespelzfachschule, Frauensteiner Platz 1
- CAE Datenverarbeitungssysteme für Wissenschaft
und Wirtschaft GmbH, Ginnheimer Landstraße 140-142
- Chevron Erdoel Deutschland GmbH, Erlenstraße
2
- Continental Elektroindustrie AG
- Voigt & Haeffner, Hanauer Landstraße
142
- Control-Data, Niddastraße 40
- DAS Deutscher Automobil-Schutz, Bockenheimer
Landstraße 47
- Deutsche Girozentrale - Deutsche Kommunalbank,
Taunusanlage 10
- Deutsche Großtransport-Gesellschaft mbH,
Friedrich-Ebert-Anlage 44
- Deutsche Olivetti AG, Adolf-Miersch-Straße
o.Nr.
- Deutsche Philips GmbH, Theodor-Heuss-Allee 106
- Deutsche Shell AG, Nibelungenplatz 3

- Deutscher Fachverlag, Schumannstraße 25-27
- Deutscher Lloyd Lebensversicherung AG, Erlenstraße
2
- Eisenhof GmbH, Silostraße 59-63
- Gewerbebauträger GmbH, Kleiner Hirschgraben
16
- Hansa-Stahl GmbH, Gutleutstraße 365
- Hertie Waren- und Kaufhaus GmbH, Adolf-Miersch-Straße
o.Nr.
- Hochtief AG für Hoch- und Tiefbauten, Bockenheimer
Landstraße 24-28
- Intershop Holding Ltd., Biebergasse o.Nr.
- Koch, Neff, Oettinger, Westerbachstraße
124
- Konsulate
- Kreditanstalt für Wiederaufbau, Bockenheimer-Landstraße
18-20
- Georg Lingenbrink (LIBRI-HAUS), Mainzer Landstraße
147
- Lufthansa Service GmbH Flughafen, Lufthansa-Basis
- Max-Planck-Gesellschaft, Adolf-Miersch-Straße
o.Nr.
- Metro SB-Großmärkte GmbH & Co.
K. G., Ratsweg o.Nr.
- Morgan Guaranty Trust Company of New York, Bockenheimer-Landstraße
2

- National-Versicherung, Neue Mainzer Straße
1
- Staatliche ausländische Handelsmissionen
und Fremdenverkehrsämter
- The First National Bank of Chicago, Neue Mainzer
Straße 31
- VDMA - Verein deutscher Maschinenbau-Anstalten
e.V., Lyoner Straße o.Nr.
- Verkehrsträgergesellschaften (Eisenbahn-,
Flug- und Schiffahrtslinien)
- VSW Germania GmbH, Rubensstraße 2
- F.W. Woolworth Co. GmbH, Adolf-Miersch-Straße
o.Nr.
Entwicklung
Zur Charakterisierung der Wirtschaftsentwicklung
in den letzten Jahren dienen die nachstehend aufgeführten statistischen
Angaben:
Industrieumsatz in 1000 DM:
- 1965: 6985856
- 1966: 7522025
- 1967: 7477436
Die Beschäftigtenzahl ist im Berichtszeitraum
mit ca. 500000 konstant geblieben. Zwar liegen uns keine genauen
Angaben über die Beschäftigtenzahlen in den einzelnen
Bereichen vor, jedoch ist aus vielen Indizien zu entnehmen, daß
sich der tertiäre Sektor zu Lasten des sekundären Bereichs
weiter vergrößert hat; insbesondere ist die etwas rückläufige
Zahl der Industriebeschäftigten infolge Automation, Rationalisierung
etc. zu erkennen. Die Arbeitslosenquote ist selbst im Höhepunkt
der Rezession stets unter 1% geblieben, so daß der Zustand
der Vollbeschäftigung in unserer Stadt gewahrt blieb.
Die Zahl der eröffneten Konkurse bzw. der
mangels Masse abgelehnten Konkursanträge ist in den letzten
Jahren etwas gestiegen.
Sie betrug:
- 1965: 122
- 1966: 131
- 1967: 137
In unserer Stadt ist das Ausland u.a. jetzt mit
folgenden staatlichen Institutionen vertreten:
- 49 Konsulate
- 16 Handelsmissionen
- 30 Fremdenverkehrsämter
- 3 Handelszentren.
Aus der Sicht einer Stadt, die als bedeutendes
Wirtschaftszentrum dank ihrer Lage sowohl zum Sitz wichtiger Industrien
als auch zu einem der bedeutendsten Plätze des Handels, der
Banken, Börsen, Versicherungen, Verbände, der Dienstleistungen
aller Art, des sogenannten tertiären Wirtschaftssektors, in
der Bundesrepublik geworden ist, ergeben sich für eine aufgeschlossene
Stadtverwaltung für die Zukunft weittragende Konsequenzen,
die eine planerische Vorsorge unverzüglich erfordern.
Berichtszeitraum: 1969-72
Künftig wird der Wirtschaftsförderung
die Federführung bei der Vergabe (Kauf, Tausch, Erbpacht, Miete)
aller industrieller und gewerblicher Grundstücke übertragen.
Auch wurde eine Volkswirtschaftliche Abteilung geschaffen, die die
Konzipierung von Modellansätzen und Durchführung von Prognoseverfahren
zur Quantifizierung ökonomischer Tatbestände im kommunalen
Bereich sowie bei der Ansiedlung von Unternehmen durchführt.
Der Leiter der Wirtschaftsförderung wurde in die Arbeitsgruppe
für Stadtentwicklung und Regionalplanung berufen, um hier insbesondere
an den wirtschaftlichen Problemen in den Beziehungen zum Umland
mitzuarbeiten. Zahlreiche hier ansässige Unternehmen der mannigfaltigsten
Art wurden betreut und neue Institutionen, die für die finanzielle
Leistungsfähigkeit unserer Stadt von Bedeutung sind, konnten
gewonnen werden. Insbesondere widmete sich die Wirtschaftsförderung
folgenden Punkten:
- Verstärkte Erschließung bereits im
Besitz der Stadt befindlicher Gewerbe-, Misch- und Industriegebiete
sowie Ausweisung neuer Flächen zum Zwecke der Ansiedlung
auswärtiger Unternehmen und grundstücksmäßige
Versorgung der bereits hier domizilierenden Institutionen (insbesondere
Industriegebiet Rödelheim-Nord, Heiligenstock, Bonames, Sossenheim
usw.). Aktive Grundstückspolitik durch Erwerb von Grund und
Boden. Die Geländeabgabe soll primär im Wege des Erbbaurechts,
Miete, Pacht, in Ausnahmefällen durch Verkauf (Tausch) erfolgen.
- Bildung von Schwerpunkten bei der Förderung
von Unternehmen; im sekundären Zweig Berücksichtigung
solcher Industriezweige, die hohe Zuwachsraten erbringen, z.B.
Computer-Industrie, Kunststoff-Industrie; beim tertiären
Gewerbe Förderung von Institutionen, die auf den Quadratmeter
bezogen großen Nutzen versprechen.
- Mithilfe beim Bau des Fernsehturms nebst Restaurant.
- Vermietung von Gewerberäumen im Dom-Römerberg-Bereich.
- Eine Hauptaufgabe der Wirtschaftsförderung
im Berichtszeitraum war ihr maßgeblicher Beitrag bei der
Erschließung des Kultur- und Geschäftszentrums in der
Nordweststadt, der Bürostadt Niederrad, des Industriegebiets
Rödelheim-Nord, der Erweiterung des Industriegebiets Ost
nebst der Ansiedlung der entsprechenden Firmen.
Wie stark die Wirtschaftskraft unserer Stadt gestiegen
ist, mögen einige wenige Zahlen aufhellen: Frankfurt am Main
besitzt ca. 670000 Einwohner. Davon sind ca. 51% erwerbstätig.
Darüber hinaus arbeiten hier ca. 208000 Pendler. Frankfurt
am Main hat die niedrigste Arbeitslosenzahl in Hessen. Die Zuwachsrate
des Brutto-lnlandsprodukts lag in den letzten Jahren regelmäßig
über der durchschnittlichen Rate des Landes Hessen und des
Bundes. Als Beispiel für die Finanzkraft der Stadt sei vermerkt,
daß in ihr 220 Banken, 120 Versicherungen, 48 Konsulate und
30 staatliche internationale Handelsmissionen domizilieren. Im Berichtszeitraum
haben sich u.a. folgende Institutionen in unserer Stadt niedergelassen:
- Bundesamt für Entwicklungshilfe
- Generalkonsulate und Konsulate
- Ausländische staatliche und private Fluggesellschaften
- Ausländische staatliche Handelsmissionen,
Touristenämter und Trade Center
- Alfa Romeo Vertriebsgesellschaft mbH
- Allgemeine Bau AG
- Allgemeine Finanzierungsbank AG
- Allgemeine Verbands AG
- American Express Bank GmbH
- American Express International Inc.
- American Grouthe Properties Deutschland GmbH
- Budget Rent a Car System
- Bull General Electric
- Ampex Europe
- Astro Leasing AG
- Auto Verschrottung Rhein-Main
- J.H.Bachmann Luftfracht GmbH
- Banco de la Nacion, Lima
- Bankhaus Dippe
- Bankhaus Union Frankfurt am Main AG
- Bank of America
- Bank of Togo
- Büro-Organisation Rhein-Main-Rechenzentrum
- Barclays Bank DCO.
- Boothe Computer GmbH
- Brossette GmbH
- Brown Boveri-York Kälte- und Klimatechnik
GmbH
- BT Holding GmbH
- Canadian Imperial Bank of Commerce
- Canadian National Railways
- Canadian Security Management Limited
- Caravelle-Hotel GmbH
- Central Trust of China
- Chemical Bank
- Chemische Werke Albert AG.
- Chevron Erdöl Deutschland GmbH
- Consolidated Computer GmbH
- Continental Illinois National Bank
- Darmstädter Lager- und Handels AG
- Delta Computer GmbH
- Department of Trade and Development, Government
of Ontario, Canada
- Deutsch-Englische Finanz- und Treuhand GmbH
- Deutsche Olivetti GmbH
- Deutscher Interim Service GmbH
- Deutsche Sektion der International Hotel Association
(IHA)
- Deutsche Städtebau- und Siedlungs AG.
- Diamantenbörse
- Divo Cornig GmbH
- Effectenbank-Warburg AG
- Engius Matra GmbH
- Esso AG (Motorhotel)
- Eureka International Insurance Investigation
- Faun-Werke AG
- Feldner Internationale Transport GmbH
- Fibre Metal Products Company
- Foreign Converce Bank
- Frankfurter Handelsforum GmbH & KG.
- Frankfurter Wertpapier Kapitalanlage Aktiengesellschaft
- Fürstliche Pless'sche Bergwerk AG
- Grauflex GmbH
- Griechische Handelsbank GmbH
- Griechische Nationalbank
- Harmonic Drave System GmbH
- Hosch Klein-Offsetdruck Werbegesellschaft
- Immobilien Computer Dienst Datenverarbeitung
GmbH & Co.
- ITT Gesellschaft für Beteiligungen mbH
- Jamaichi Securities Co GmbH
- Japan Elektronic-Components GmbH
- Jugoslawische Bank für Außenhandel
- Kempinski Hotelbetriebs AG
- Kienzle Datensystem KG Frankfurt am Main
- Korea Exchange Bank
- Land- und Pachtbank Aktiengesellschaft
- Lloyds Bank Europa Ltd.
- Lorch, Schmidt & Co. GmbH
- Luftfrachtbüro Hirdes GmbH & Co.
- Mannesmann-Handels-Wärmedienst GmbH
- Manufacturers Hanover Trust Company
- Marine Midland Grace Trust Company of New York
- Marketing Communications International GmbH
- Max Planck Gesellschaft
- Mervill Lynch Pierce Fenner S. Smith Int. Ltd.
- Metra Divo Rechenzentrum GmbH
- Metropa Bau- und Grundstücksverwaltungs-Gesellschaft
- Metro SB Großmärkte GmbH & Co.
KG.
- Midland-Ross GmbH
- Ölwerke Germania GmbH
- Orbis Bank GmbH
- Ost-West-Handelsbank AG
- Perchineg Aluminium Dosen GmbH
- Racine Vickers GmbH
- Rheinische Mineralöl GmbH
- Rheinstahl Schmiedetechnik GmbH
- Schmidtbauer KG
- Schröder, Münchmeyer, Hengst &
Co. Bank
- Security Pacific National Bank
- Selmi-Bank AG
- Sesa-Deutschland GmbH
- Shell Termo-Komfort GmbH
- Sogecrim S.A.
- Spenzer Stuart & Associates GmbH
- Steigenberger Airport Hotel
- Ted Bats INC
- Telex Computer Produkte GmbH
- Tettauer Glashüttenwerk AG.
- The Bank of Nova Scotia
- The Daina Bank Ltd.
- The Royal Bank of Canada
- Trust Company of Chicago
- Villeroy & Boch
- Westminster Foreign Bank Ltd.
- Zellstoffabrik Waldhof
Die Stadt Frankfurt am Main erwartet auch künftig
einen weiteren wirtschaftlichen Zuwachs, und zwar vornehmlich auf
dem tertiären Sektor. Zu dieser Annahme fühlen wir uns
berechtigt durch die glänzende geographische Lage und das Vorhandensein
ausgezeichneter Verkehrsverbindungen jeder Art. Die Entwicklung
unseres Flughafens scheint dies zu bestätigen; desgleichen
das zunehmende Interesse großer Handelsunternehmen aus Übersee,
hier in Frankfurt am Main Zweigniederlassungen zu begründen.
Auch die Errichtung von ausländischen Handelszentren ist mehr
als ein Indiz.
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