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serie zur nachkriegszeit
bunker in frankfurt.  
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viele der im zweiten Weltkrieg von 1940-43 gebauten Bunker Frankfurts stehen auch heute noch in den verschiedenen Stadtteilen. Direkt nach den letzten Kriegstagen im Jahr 1945 wurden die Gebäude zunächst in Flüchtlingslager umfunktioniert, durch Einbau von Fenstern und Verbesserung der Inneneinrichtung wurden etwa 20 Bunker zu Wohnunterkünften hergerichtet. Was eigentlich als Notlösung gedacht war, sollte viele Jahre Bestand haben, noch zehn Jahre nach dem Krieg wohnten mehrere hundert Familien, sowie alleinstehende Männer (Schifferstraße) und Frauen (Ostbahnhof) hinter kalten und feuchten Betonmauern. Erst bis Ende 1956 wurden die Bunker vollständig geräumt, die Bewohner in neue Siedlungen umgesiedelt. Weitere Bunker wurden beispielsweise als Mädchen- und Jugendwohnheime (Germaniastraße, Rendeler Straße), als Aufbewahrungsräume der Bestände der zerstörten Frankfurter Stadtbibliothek (Friedberger Anlage und Schmickstr.), des Historischen Museums (Griesheim), des Stadtarchivs (Heddernheim/Praunheim) des Museums für Völkerkunde (Riederwald), für die Städtische Darlehensanstalt (Glauburgbunker), für das Fürsorge- und Jugendamt (Im Wörth) oder auch als Möbellager zwischengenutzt. Auch nach der Räumung blieben die rund 40 städtischen Fluchtbunker aus der Kriegszeit stehen, aufgrund der politischen Spannungen zwischen den Ost- und Westblöcken im "kalten Krieg" standen sie innerhalb des Zivilluftschutzprogrammes der Bundesrepublik weiter für den Notfall bereit.

Bunker in Eschersheim nach der Fertigstellung

auch heutzutage werden einige dieser letzten steinernen "Andenken" an die Kriegsjahre noch als Vereinsheime, Ateliers, schalldichte Übungsräume, für Ausstellungen oder als Denkmal und Museum wie in der Friedberger Anlage genutzt. Mehrere gingen in den Besitz der Frankfurter Feuerwehr, andere stehen leer oder wurden inzwischen abgerissen, bzw. gesprengt, wie zuletzt die beiden Bunker in der Schifferstraße in Sachsenhausen oder der Konrad-Broßwitz-Straße (ehem. Werderstraße) in Bockenheim. Etwas kurios die Geschichte des Bunkers in der Römerstadt (Hadrianstraße), er sollte eigentlich um 1969 für den Bau einer neuen Nordweststraße (heute Rosa-Luxemburg-Straße) beseitigt werden, doch der Bund als Eigentümer widersetzte sich den Plänen der Frankfurter Stadtplaner. Die Hochstrasse mußte aufwendig links und rechts um den Betonklotz herumgebaut werden!

Liste der Bunker mit Bildern von heute:

Weitere Bunker (ohne Bilder):

  • Krankenhaus Höchst
  • Städtisches Krankenhaus, Ffm-Süd, Tiefbunker
  • Mühlgasse
  • Hansa-Allee
  • Am Schauspielhaus
  • Karlstraße/Niddastraße
  • Schifferstraße
  • Konrad-Broßwitz-Straße (ehem. Werderstraße)

 

Standorte der aufgeführten Bunker - Verteilung im Stadtgebiet
Bunker Lassallestraße - Riederwald Bunker Schmickstraße - Osthafen Bunker Ostbahnhof - Ostend Bunker Friedberger Anlage - Innenstadt/Ostend Bunker Schifferstraße  (abgerissen) Bunker Mörfelder Landstraße - Sachsenhausen Städtisches Krankenhaus, Ffm-Süd, Tiefbunker Bunker Goldsteinstraße - Goldstein Bunker An der Schwarzbachmühle - Goldstein Bunker Alt-Schwanheim Bunker Küferstraße - Sindlingen Bunker Leunastraße (ehem. Charlottenweg) - Höchst Bunker Schleifergasse - Höchst Bunker Palleskestraße - Höchst Bunker Robert-Bunsen-Straße - Höchst Krankenhaus Höchst Bunker Tevesstraße - Griesheim Bunker Schmidtstraße (ehem.Boelckestraße) - Gallus/Griesheim Bunker Thudichumstraße - Rödelheim Bunker Mühlgasse Bunker Konrad-Broßwitz-Straße abgerissen Bunker Karlstraße/Niddastraße Bunker Hauptbahnhof-Süd Bunker am Schauspielhaus Bunker Hansa/Miquelallee Bunker Marbachweg - Dornbusch Bunker Glauburgplatz - Nordend Bunker Germaniastraße - Bornheim Bunker Heidestraße - Bornheim Bunker Wittelsbacherallee/Freiligrathstraße - Bornheim Bunker Rendeler Straße - Bornheim Bunker Im Wörth - Eschersheim Bunker Brühlstraße - Heddernheim Bunker Hadrianstraße - Praunheim
© JHS, 24.01.05
frankfurt baut auf