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Traurig liegt bis Ende der fünfziger Jahre die Ruine des 1944 zerstörten Ostbahnhofes (siehe Bild von 1946) im Frankfurter Ostend. Als Durchgangsbahnhof im März 1913 in Betrieb genommen, besaß dieses Bahngebäude in seiner kuppelförmigen Eingangshalle einst eine der größten freischwebenden Hallenkonstruktionen Deutschlands mit einer gewölbten Spannweite von 16 zu 36 Meter. Fünfzehn Jahre nach seiner Zerstörung wird 1959 unter großem Aufwand und laufendem Bahnbetrieb der alte Bahnhof abgerissen. Eine Zeitung beschrieb diese Arbeiten am 20.Januar 1960: "Die Arbeiter kämpften mit ein Meter dickem Mauerwerk, sie mußten den Bau förmlich auseinanderschneiden.

Da die Mauerteile fest miteinander verbunden sind, entstanden riesige Trümmer , die man nicht einfach auf den Boden fallen lassen konnte, weil sich nämlich noch unter dem Altbau der Keller mit der Heizanlage befindet. Die Trümmer hätten die Kellerdecke durchschlagen und die Versorgungsleitungen zerstört. Mit dem Preßluftbohrer mußten daher die Trümmer in kleinere Stücke zerlegt werden. Ehe der Abbruch begann, wurden kleinere Umbauten vorgenommen. Es gibt eine Fahrkartenausgabe, einen Dienstraum, Toiletten und einen durchwärmten, etwa 30 Meter langen ehemaligen Flur, der als vorübergehender Aufenthaltsraum dient."

So prunkvoll und aufwendig der alte Bahnhof war, so nüchtern und schnörkellos gestaltete sich der neue Ostbahnhof, eröffnet am 5.Juli 1961 (in der Grafik oben wurden beide Bahnhöfe ineinander montiert). Besonders auffallend waren nur das durchlaufende Lichtband, der das Erdgeschoß vom restlichen Kubus trennte und das große beleuchtete Zeichen der "DB", der Deutschen Bundesbahn (Abb. links). Auch in der Bauqualität scheint der Bauherr damals eher sparsam orientiert gewesen sein, wenn man sich den erbärmlichen Zustand des Gebäudes heute betrachtet.

Architekt: H.Waltenberg, Bundesbahn-Neubauamt

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