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Aus einer Zeitung vom 1.Juli 1964:"Es gab Heilige, Päpste, Könige und Fürsten, die Stephan hießen. Aber keiner von ihnen ist Namenspate der Stephanstraße in Frankfurt in unmittelbarer Nähe zum Eschenheimer Turm. Sie wurde vielmehr nach dem ersten Generalpostmeister des Deutschen Reiches, Heinrich von Stephan, so genannt. Nach einem Mann folglich, der sich zu seiner Zeit sehr um den Fortschritt verdient gemacht hat, der 1874 den Weltpostverein gründete, 1877 den Fernsprecher einführte und nebenher noch die Postkarte erfand. |
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Ab 1. Juli 1964 werden wir nun in der "Hauptstadt der Deutschen Bundespost" auch ein Stephanhaus haben. Da öffnet der neue Baublock zwischen Fernmeldehochhaus und Postscheckamt, begrenzt von Stephanstraße, Stiftstraße und Brönnerstraße, seine Tore und Türen. Die Bundespost zieht zwar nicht als einziger Mieter ins Stephanhaus, immerhin belegt sie sechs von den sieben Geschossen des Gebäudes. Sie richtet zwölf Lehrsäle und zehn Übungssäle zur Ausbildung ihres Nachwuchses auf dem abwechslungsreichen Gebiet des Fernmeldewesens darin ein. Und natürlich hat sie diese Schule den modernsten Studienmethoden angepaßt. |
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Für die Praktikanten stehen besondere Prüfungs- und Meßräume zur Verfügung. Eine Arztstation mit mehreren Ärzten betreut Lehrer und Schüler medizinisch. Die Funkstörungsmeßstelle im obersten Geschoß untersucht elektrische Maschinen auf ihren Störungsgrad, sie geht außerdem Fehlerquellen im Ton- , Fernseh-, Polizei- und Privatfunk nach. Auch die Fernsehkartei ist dort einquartiert. Das Erdgeschoß dient gewerblichen Zwecken. Die weitläufige Ein- und Ausfahrt in der Stephanstraße zur Tiefgarage sorgt dafür, daß der Verkehr stets im Fluß bleibt. Im bewußten Kontrast zur vertikalen Linienführung des benachbarten Fernmeldehochhauses hat der Architekt bei der Fassade die Horizontale betont. Die Länge des Gebäudes -56 Meter allein an der Stephanstraße- verstärkt diese Wirkung in der Breite. Die Fassade des Hauses bildet noch dadurch etwas Erstmaliges für Frankfurt, daß sie mit emaillierten Stahlpanels verkleidet ist: dunkelgrau vorragend auf Weiß, beleben sie plastisch und immer sauber die Fläche, sie entziehen dem Ganzen zugleich die anders kaum aufzulösende wuchtige Schwere. Vor dem Krieg war die Stephanstraße hier nur 15 Meter breit, jetzt sind es 40 Meter." Architekt: A.Caspari |