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auch auf dem Messegelände
ruhten die Arbeiten nicht: Bis März 1951
entstanden dort zwei weitere Hallen (4 und 12), darunter das neue
Kongreß- und Ausstellungsgebäude,
mitsamt der Halle
12. Es
entstand auf den Fundamenten des früheren, im Kriege zerstörten
Haus der Moden
von 1925.

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Foto:Jäger
die Hauptgaststätte
an der Festhalle (rechts),
eröffnet im März 1951,
sie diente der Entspannung der Aussteller und der vielen Messegäste.
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blick in die neue Kongreßhalle
(links), mit einem Fassungsvermögen
für rund 2000 Personen. Hier fanden nach dem Krieg zahllose
Frankfurter Großveranstaltungen statt: Tagungen, Ausstellungen,
Tanzveranstaltungen, später auch viele Konzerte. Die Halle
wurde vor einigen Jahren für das neue "Congress Center
Messe Frankfurt" abgerissen.
Foto:Wolff
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haus
des deutschen Kunsthandwerks
1951 wurde der
bedeutenden Ausstellergruppe des Kunsthandwerks ein eigenes Haus
erbaut, geeignet vor allem für kleine kunstgewerbliche Gegenstände,
die in diesem leichten, pavillonartigen Bau mit viel Glas und Licht
gut zur Geltung kamen. Auch die Buchmesse fand in diesem hellen
Gebäude einen gut geeigneten Platz. Die Eröffnung fand
am 2. September 1951 statt.
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1951 -
Internationale Automobilausstellung
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die
größten Besucherzahlen auf dem Messegelände werden
alle zwei Jahre von der Internationalen
Automobilausstellung erreicht. Die
ersten Veranstaltungen dieser Art fanden bereits in den Jahren 1900
und 1904 in Frankfurt statt, danach zog diese sehr erfolgreiche
Ausstellung nach Berlin, kleinere Automobilschauen fanden aber auch
weiterhin in der Stadt am Main ihr Publikum. Nach dem zweiten Weltkrieg
kam die IAA
über den veranstaltenden "Verband der deutschen Automobil-Industrie"
mit Sitz in Frankfurt wieder zurück und konnte 1951
die lange Tradition der großen Berliner Vorkriegsausstellungen
fortsetzen. Führende Automobilfabriken und Zubehörfirmen
aus aller Welt gaben einen "Überblick über den Stand
und die Fortschritte der Automobiltechnik" und sollten helfen,
"neue Käufer zu gewinnen und das Interesse weiter Kreise
des In- und Auslandes für den Gedanken der Motorisierung zu
fördern".
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Foto:Kerner
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schon auf der ersten
Automesse vom 19. bis 29. April 1951
befanden sich unter den 537 Ausstellern 36 ausländische Firmen
aus 8 Ländern, unter den 570000 Besuchern auf dem von Menschenmassen
bevölkerten Messegelände waren Besucher aus aller Welt,
um eine Übersicht über den damaligen Automarkt zu erhalten.
Von den Besucherzahlen als auch vom Umsatz, der mit 420 Millionen
DM angegeben wurde, war es die bis zu diesem Zeitpunkt erfolgreichste
Veranstaltung auf dem Messegelände nach dem Krieg.
Die Abbildung links zeigt den aufwendig gestalteten
Haupteingang zum Messegelände.
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bemerkenswert an dieser ersten Automobilmesse
1951 waren die zahlreichen Geschäfte
zwischen ausländischen Ausstellern und ausländischen
Einkäufern, was die zukünftige Bedeutung dieser Ausstellung
für den Weltmarkt andeutete. Das Verkaufsgeschäft übertraf
vor allem im Export alle Erwartungen. So war es wenig verwunderlich,
dass sich auch zahlreiche hohe Gäste aus Politik und Wirtschaft
in Frankfurt einfanden, im Bild der deutsche Bundeskanzler Konrad
Adenauer beim Messerundgang.
die ständig fortschreitende Motorisierung,
der Traum vom eigenen Auto und die einsetzende Reisewelle waren
maßgeblich am überwältigendem Erfolg dieser Messen
beteiligt, der sich weiter steigerte:
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1953
sahen 655000 Besucher das Angebot von 584 Ausstellern, unter denen
43 ausländische Firmen aus 10 Ländern teilnahmen. Zwei Jahre
später, im Herbst 1955, besuchten schon 758000 Menschen aus mehr
als 60 Ländern die 37. IAA
(siehe Abb.). "In diesen Tagen scheinen alle Straßen
nach Frankfurt zu führen", hieß es im Eröffnungsbericht.
Am letzten Messetag, dem ersten Oktobersonntag, kamen allein 100000
auswärtige Fahrzeuge in die Stadt, 165000 Menschen schoben sich
durch die überfüllten Hallen. Die Frankfurter Verkehrspolizei
stand dabei vor fast unlösbaren Aufgaben und war sicher froh,
als das traditionelle Hupkonzert die Automobilausstellung abschloß.
Eine kurze Übersicht über die IAA
55, die Hallenbelegung und die Fahrzeughersteller
jener Zeit: .
Zur Automobilausstellung 1957
kamen 800000 Besucher, die fünfziger Jahre waren wirklich ein
Jahrzehnt des Automobils!
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1951 - Internationale
Fahrrad- und Motorrad-Ausstellung
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automobile und Kraftstoffe
gab es nach dem Krieg praktisch nicht mehr, so hatte das Fahrrad
als erstes Verkehrsmittel die Wege durch die zertrümmerten
Straßen der Städte erschlossen. Wenig später trat
das Moped seinen Siegeszug an, dann kam der Motorroller als mittelständischer
Auto-Ersatz, -die Entwicklung der Zweiradindustrie zu dieser Zeit
war besonders interessant und in ständiger Bewegung. Der wachsende
Wohlstand brachte laufend neue, bequemere und immer leistungsfähigere
Modelle auf den Markt, was die Übersicht für die Nutzer
dieser volkstümlichen Verkehrsmittel zunehmend erschwerte.
Vom 28. Oktober bis zum 4. November
1951 sah das Frankfurter Messegelände
daher erstmals eine eigenständige Internationale
Fahrrad- und Motorrad-Ausstellung IFMA, über 300000
Besucher und Abschlüsse von rund 70 Millionen Mark machten
sie zu einem großem Erfolg.
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Fotos:Vack |
fahrräder, Mopeds,
Motorräder, Motorroller und später auch Rollermobile wurden
auf der IFMA, die ab 1951
in unregelmäßigen Abständen in Frankfurt stattfand,
im neuesten Stand der Entwicklung gezeigt und der große Kreis
der Zweiradliebhaber konnte sich über die ungeheure Modellvielfalt
informieren. Die Erzeugnisse der Zweirad-Industrie mit ihren manchmal
recht eigentümlichen Erfindungen waren besonders in den fünfziger
Jahren eng mit dem sozialen Aufstieg und den technischen und sportlichen
Interessen breiter Bevölkerungskreise verknüpft.
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die bis 1951
abgehaltenen Messen und Ausstellungen, vor allem die Fahrzeugausstellungen,
hatten klar gezeigt, dass das Messegelände dringend einer Erweiterung
bedurfte, um das weitere Expandieren dieser erfolgreichen Veranstaltungen
für den Standort Frankfurt nicht zu gefährden.
am 5.
August 1952 stand die Grundsteinlegung für mehrere neue
Messehallen und ein Verwaltungsgebäude für die Frankfurter
Messegesellschaft auf dem freien Ostdreieck
des Messegeländes an. "Für den Frieden! Für
den Wohlstand! Für die Freiheit!" bestimmte Oberbürgermeister
Walter Kolb mit den drei traditionellen
Hammerschlägen diesen großangelegten, 25000 Quadratmeter
großen Gebäudekomplex des Architekten Franz
C. Throll, der das Gelände abrunden sollte.
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Foto:Vack |
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im Winter 1952/52
entstanden in der rekordverdächtigen Bauzeit von nur sechs
Monaten bis zum April 1953 das
neue Verwaltungsgebäude mit
der Verkehrshalle im Erdgeschoß
und der neugestaltete westliche Eingangsbereich
(rechts Abb.von 1955) sowie die
neuen, großräumigen Messehallen
14-17, die die Gesamtausstellungsfläche auf 85000 Quadratmeter
erhöhte.
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| verkehrshalle
im Erdgeschoß des neuen Verwaltungsgebäudes am Messeeingang.
In der 1000 Quadratmeter großen Halle waren Auskunftsschalter
und Servicedienste untergebracht. |

Foto:Woscidlo |
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blick in die zweistöckige
Halle 14 (Auto-Halle), sie besaß
als erstes Messegebäude eine moderne Sprinkler-Anlage zum Feuerschutz.
rechts: die glasgedeckte
Halle 17 auf dem neuen Ostgelände, fertiggestellt im
Frühjahr 1953
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Foto:Aero-Lux |
luftbild Messegelände
von 1953 mit dem neuen Eingangsbereich
aus Richtung Platz der Republik (heute
Friedrich-Ebert-Anlage). Zu dieser
Zeit standen bereits 16 moderne Hallen und 8 Auslandpavillons, nur
sechs Jahre nach Baubeginn auf dem damals völlig zerstörten
Frankfurter Messegelände! |
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Halle / Baujahr
1 - Festhalle - 1909/1950
2 - 1940/1950
3 - Haus der Technik - 1922/1948
4 - 1950
5 - 1950
6 - H.d.Kunsthandwerks - 1951
7 - 1948
8-11 - 1948
12 - Kongreßhalle - 1951
14-17 - 1953
18-22 - Pavillons - 1949-53
Verwaltungsgeb. vorne - 1953
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1956
- Internationale Kochkunstausstellung
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nach der Gründung
des Internationalen Verbandes der Köche 1896 mit ständigem
Sitz in Frankfurt, wurde die erste Internationale
Kochkunstausstellung IKA im Jahre 1900 in Frankfurt abgehalten
und entwickelte sich zu einem weltweit angesehenen Treffpunkt der
"Weißen Zunft". Sie besaß unter den regelmäßig
wiederkehrenden Ausstellungen in Frankfurt die längste Tradition.
Die Stadt, seit dem frühen Mittelalter gewöhnt, Kaiser,
Fürsten, Handelsherren und zahlreiche Messebesucher als Gastgeber
mit erlesensten Speisen zu bewirten, war für eine solche Veranstaltung
geradezu prädestiniert. In den Nachkriegsjahren wurde die IKA
vom Berufsverband der deutschen Köche dann erneut ins Leben
gerufen, sie fand zum ersten Mal vom 30.9
bis zum 7.10.1956 in Frankfurt statt und konnte gleich wieder
an die erfolgreichen Veranstaltungen der Vergangenheit anknüpfen.
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in 9 Hallen
und 6 Pavillons zeigten 843 Aussteller neben Rohmaterialien, Spirituosen,
Genuß- und Nahrungsmitteln auch Maschinen und Hilfsmittel für
Küche, Konditorei und Fleischerei, Kühlanlagen, Großküchenanlagen,
Geschirrspülautomaten, Tiefkühl- und Auftaugeräte,
sowie alles für den Hotelbedarf. In besonderen Werbeschauen konnten
die Besucher ein Musterhotel, und das "moderne Restaurant"
beobachten, hinter Glas produzierten eine Konditorei und eine Großbäckerei.
In der mit Medaillen prämierten Kochkunstschau, "Olympia
der Köche" genannt, konkurrierten 400 Köche aus 11
Nationen und zeigten ihr Können in einer großen Schau aus
kalten Platten und fertigen Gerichten. Im "Internationalen Restaurant"
bereiteten diese Kochkünstler den Messegästen täglich
wechselnde Nationalgerichte zu. Die IKA
1956, die gemeinsam mit der 7.Bundesfachschau für das
Hotel- und Gaststättengewerbe stattfand, zog über 250000
Gäste aus aller Welt an. |
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1956 - Musikmesse
zur Frühjahrsmesse
1952 beteiligte sich auch die deutsche Musikinstrumenteindustrie
erstmals an einer Mustermesse. So erfolgreich, dass sich im Jahre
1956 diese Branche definitiv für Frankfurt als einzigen deutschen
Messeort für ihre Erzeugnisse entschied. Man beschloß,
von nun an jedes Frühjahr an der Internationalen
Frankfurter Messe teilzunehmen. Die Musikmesse
ist bis zum heutigen Tag weltweit der wichtigste und größte
Treffpunkt für Musikinstrumentehersteller, Fachmarkt, Musiker
und dem an der Musik interessierten Besucher.
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im Frühjahr
1957 konnten die Messebesucher an der Halle
3 die Errichtung eines 1000 Tonnen schweren Stahlgerüstes
für einen Erweiterungsanbau beobachten. Schon am 2.
August 1957 war die Einweihung der "Walter-Kolb-Halle",
benannt nach dem ein Jahr zuvor verstorbenen Oberbürgermeister
und Aufsichtsratvorsitzenden der Messe-
und Ausstellungs-Gesellschaft mbH. Zusammen
mit dem Altbau der Halle 3
umspannte der neue
Erweiterungsbau 16000 qm Fläche, die auf 16 Mittelstützen
ruhende Shedhalle war 43 Meter
weit gespannt und 15 Meter ausgekragt. Die nunmehr größte
zusammenhängende, überdachte Ausstellungsfläche in
Frankfurt diente sowohl den Messen als auch großen technischen
Ausstellungen und wurde für diese Aufgabe mit einer 15-Tonnen-Brückenkrananlage
zum Transport schwerster Aggregate, direktem Gleisanschluß
zum benachbarten Hauptgüterbahnhof
und einem für schwerste Fahrzeuge befahrbaren Boden
ausgestattet.
Bild: Herbst 1957, hinten rechts
die neue Kolb-Halle.
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1957 -
Große Deutsche Rundfunk-, Fernseh- und Phono-Ausstellung
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vom 2.
bis zum 11. August 1957 war das Frankfurter Messegelände
Schauplatz der Großen Deutschen Rundfunk-,
Fernseh- und Phono-Ausstellung, die von der Industrie in zweijährigem
Turnus durchgeführt wird und 1957
erstmals in Frankfurt stattfand. Zur Eröffnung der Ausstellung
wurde auf dem Messegelände zugleich die neu erbaute Walter-Kolb-Halle
ihrer Bestimmung übergeben. Über 200 Firmen der Rundfunk-,
Fernseh- und Phonoindustrie, darunter Radio- und Fernsehhersteller,
Bauelemente-Fabriken, Antennenproduzenten, Röhren- und Meßgeräte-Firmen,
aber auch Hersteller von Schallplatten, boten auf 50000 qm Ausstellungsfläche
der Fachwelt und der stark interessierten Öffentlichkeit die
neuesten Erzeugnisse. Neben Rundfunk und Fernsehgeräten, -auf
dieser Ausstellung waren erstmals in Deutschland tragbare Fernsehgeräte
zu sehen, -interessierten sich die Besucher damals auch besonders
für Schallplattenspieler (Bild unten) und die neuartigen Tonbandapparate.
(Im Bild die Vorstellung eines neuen Transistorradios der Firma Telefunken,
links zum Vergleich ein tragbarer Radioempfänger von 1924) |
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die Inlandsabschlüsse
waren so gut, daß die Produktion vieler Herstellerfirmen auf
Monate hinaus ausgelastet war. Große Überraschung löste
das starke Interesse von ausländischen Gästen und Fachleuten
aus, -über 80 der mehr als 100 Länder, in die Rundfunk-
und Fernsehgeräte "made in Germany" damals schon
wieder exportiert wurden, waren durch Einkäufer in Frankfurt
vertreten. Auch den Besuchern wurde eine Menge geboten: Die Festhalle
war in einen riesigen Sendesaal für Fernsehsendungen verwandelt
worden , täglich fanden hier "live" Unterhaltungssendungen
statt ,
ebenso wie in zwei Fernsehstudios in der Kongreßhalle.
Tausende Zuschauer drängten sich dort voller Neugierde, um
etwas von der neuen, bunten Medienwelt mitzubekommen. 493000 Besucher
aus dem In- und Ausland wurden während der ersten Ausstellung
1957 auf dem Messegelände gezählt, zwei Jahre später
kamen sogar 532000 Interessierte, doch Frankfurt war 1959
zum letzten Mal Ausstellungsort. Heute befindet sich die Internationale
Funkausstellung in Berlin.
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Foto:Kerner |
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1959
- Interstoff -Fachmesse für Bekleidungstextilien
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die Textilbranche
mit ihren Druckern, Webern und Veredlern war derart erfolgreich, dass
sie im Rahmen der Internationalen Frankfurter
Messe Ende der fünfziger Jahre aus allen Nähten platzte,
das Standangebot war einfach zu klein, viele Bewerber mußten
zurückgewiesen werden. Die Messeleitung kam nicht umhin, der
Stoffbranche den Vorschlag zu unterbreiten, aus der allgemeinen Messe
auszuscheiden und eine eigene Fachmesse auf dem Messegelände
zu gestalten. Diese fand dann erstmals vom 7.-10.
Juli 1959 unter der Bezeichnung "Interstoff"
mit 83 Ausstellern und 2600 Einkäufern statt. |
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zum Ende der fünfziger Jahre konnte
die Messe-
und Ausstellungs-Gesellschaft
ein sehr positives Zwischenergebnis ziehen, in einer deutschen Zeitung
wird um diese Zeit wohl erstmals der vom Ausland geprägte Begriff
des "Wirtschaftswunders"
in einem Artikel über die Frankfurter Messe verwendet. Und
in der Tat hatte sich der Messeplatz innerhalb zehn kurzer Jahre
zu dem Musterplatz für Fertigwaren und Konsumgüter aller
Art entwickelt, die vielen verschiedenen Ausstellungen hatten sich
weit über die deutschen Grenzen etabliert.
so positiv dies alles auch war, problematisch
wurde nun aber die räumliche Beschränkung des mitten in
der Stadt liegenden Messegeländes für die weitere Entwicklung
der für Frankfurt enorm wichtigen Messen und Ausstellungen.
Vor allem die Abtrennung durch einen ungünstig gelegenen Bahndamm
der ehemaligen Main-Weser-Bahn,
der ein als Großparkplatz genutztes Freigelände westlich
abgrenzte, stand einer Ausweitung stark im Wege. Um 1960
wurde ein eigener Generalbebauungsplan
entwickelt, der neben mehreren neuen Ausstellungshallen vor allem
die Erschließung dieses, der Messegesellschaft gehörenden
westlichen Areals vorsah, das durch 170000 zusätzliche Quadratmeter
enorme Entwicklungschancen bringen sollte.
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modell Messe-
und Ausstellungsgelände aus dem Jahr 1962,
ganz rechts das geplante Messehaus 4, oben
gegenüber die Walter-Kolb-Halle 3.
Die Hallen 9, 10 und 11 an der sogenannten
Hauptstraße des Messegeländes
wurden bis zum Frühjahr 1962
baulich zu einem großen, ebenerdigen Hallenkomplex vereint.
Das neu zu erschließende Freigelände im Westen ist hier
noch nicht abgebildet. |
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für die
eher als Provisorium angelegte Leichtbauhalle
4 aus der frühen Nachkriegszeit, die 1961
abgerissen wurde, entstand als erste große Baumaßnahme
der sechziger Jahre das neue, vierstöckige Messehaus
4. Im Februar 1963 in Betrieb
genommen, ist der rund 100 Meter lange Bau (später Halle
6) nach der Festhalle heutzutage
das älteste Gebäude auf dem weitläufigen Messegelände.

mit diesem neuen Messehaus war die Nutzkapazität
des alten Ostgeländes mit
rund 200000 Quadratmetern nun endgültig ausgeschöpft.
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zum Jahresende 1964
wurde mit dem Bau einer 65 Meter breiten und 4,50 Meter hohen Unterführung
als Durchgang zum zukünftigen westlichen Messegelände
begonnen, hinter der neuen Bahnbrücke wurde etwa zur gleichen
Zeit auch eine Hochstraße (Emser
Straße) geplant, die die Stadtteile Bockenheim
und das Gallusviertel verbinden
sollten. Die Skizze zeigt die Brücke bzw. den Tunnel, links
die Walter-Kolb-Halle, rechts das
Messehaus 4.
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im Spätherbst des Jahres 1965
war der Durchbruch fertiggestellt, jetzt
begannen die Bauarbeiten für die gigantische Messehalle
5, eröffnet pünktlich zur Chemiemesse ACHEMA
am 21. Juni 1967
(Abb links). Diese Halle, zu dieser Zeit Europas größte
ebenerdige Ausstellungshalle mit 30000 Quadratmetern Ausstellungsfläche,
sprengte alle bisherigen Maßstäbe auf dem Frankfurter
Messegelände. Die quadratische Halle
mit ihren Seitenlängen von 180 x 180 Metern war in der Lage,
komplette Fachmessen aufzunehmen, beispielsweise konnten sämtliche
ausgestellten Fahrzeuge der IAA 1967
unter dem in fünf Schiffe gegliedertem Sheddach untergebracht
werden. Im westlichen Teil der 30-Millionen-Mark-Halle wurde von
dem ausführenden Architekten von
Steinbüchel-Rheinwall zudem ein weitläufiger Bürotrakt
integriert. Ein neues Großrestaurant und eine Caféteria
rundeten die Bauarbeiten an dem neuen westlichen
Messegelände 1967 ab.
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die erste große Erneuerung des
Messegeländes in den siebziger Jahren betraf die alten, direkt
nach der Währungsreform gebauten, lediglich
einstöckigen Messehallen 6-11
an der Hauptstraße des Messegeländes,
darunter auch das Haus des Kunsthandwerks.
Sie wurden ab Sommer 1970 für
eine neue, mehrstöckige Hallengruppe (Halle
8) abgerissen. Das Bild zeigt die neue Großhalle
zwischen Messehaus 4 und der Kongreßhalle
nach der Fertigstellung im August 1971.
bis heute sind viele weitere, moderne
Messebauten entstanden und haben die ehemaligen Gebäude der
frühen Nachkriegszeit ersetzt. Das Gesamtgelände umfaßt
momentan eine Ausstellungsfläche von über 400000 Quadratmeter,
der 1990 fertiggestellte 256 Meter
hohe Messeturm ist heute das weithin
erkennbare Wahrzeichen der Frankfurter
Messe. Frankfurt ist der drittgrößte Messeplatz
der Welt.
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