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Das alte Comoedienhaus wurde 1782 eröffnet, fast einhundert Jahre haben Oper und das Schauspiel dann in diesem schlichten Zweckbau am heutigen Rathenauplatz unter einem gemeinsamen Dach gespielt. Hier konzertierte Mozart, Schiller gab die Uraufführung von "Kabale und Liebe" und auch Goethe war im Frankfurter Stadtschauspielhaus zu Gast. Unzählige Opern, Operetten und die damals noch weniger gefragten Schauspielaufführungen machten Frankfurt zu einem der ersten Plätze für die darstellende Kunst. Mitte des neunzehnten Jahrhunderts war die Einwohnerzahl der Stadt so drastisch gestiegen, dass das kleine Haus nur noch selten freie Plätze anzubieten hatte. Auch die gespielten Stücke wurden bühnentechnisch immer aufwendiger und so begann man sich nach neuen Spielstätten umzusehen. Der letzte Vorhang senkte sich am 30.Oktober 1902, neun Jahre später wurde Frankfurts erstes Theater abgerissen.