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Die am 27.September 1960
eingeweihte Werksbrücke der Farbwerke Hoechst verbindet die auf beiden
Seiten des Mains liegenden Werksgelände des Konzerns. Schon in den
fünfziger Jahren kam die Geschäftsleitung der stark aufstrebenden
Firma zu der Erkenntnis, daß das alte Werksgelände zwischen
Höchst und Sindlingen für eine Ausweitung der Produktionsstätten
nicht mehr ausreichen würde. Es gelang der Werksleitung, Teile der
Gemarkung Schwanheim aufzukaufen. Was nun aber fehlte, war eine direkte
Verbindung zwischen dem alten Werksgelände auf dem nördlichen
und dem neuen am Schwanheimer Mainufer. Im Jahre 1958 beschloß die
Hoechst AG, eine eigene Mainbrücke in Privatinitiative und auf eigene
Kosten zu bauen. Die Brücke sollte nicht nur als Straßenbrücke
dienen, sondern mußte darüber hinaus die Überführung
von Rohrleitungen und Kabeln über den Main ermöglichen. Zu Anfang
des Jahres 1959 begann man mit den Vorarbeiten zur Gründung der Pfeiler,
nach Erstellung dieser startete man mit den Arbeiten am Stromüberbau
der Spannbetonbrücke, dabei wurden 3150 Kubikmeter Beton und 410
Tonnen Stahl verbaut. Die in nur 17 Monaten fertiggestellte Brücke
der Farbwerke Hoechst zählte zu ihrer Zeit mit 130 Metern zu den
am weitesten gespannten Spannbetonbrücken der Welt und war wohl das
größte Brückenbauwerk, daß bis zu diesem Tage von
privater Hand errichtet worden war.
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