www.aufbau-ffm.de

Hochhaus Passage zum Bienenkorb, Zeil 65-69

An der gleichen Stelle, wo bis 1886 einst die alte Konstablerwache stand, baute die Frankfurter Sparkasse von 1822 ein zwölfstöckiges Geschäfts- und Bürohaus, das heute als eines der architektonisch überzeugendsten Gebäude der Nachkriegszeit gilt. Aus einem Bauwettbewerb mit 52 Arbeiten erhielt der letztlich ausgeführte Entwurf des Frankfurter Architekten Johannes Krahn den zweiten Preis. Mit diesem Wettbewerb unterstützte die Sparkasse die Pläne der Stadtverwaltung, die mit der Errichtung eines großen Platzes an der Konstablerwache ein Gegenstück zur Hauptwache herstellen wollte. Das Hochhaus zum Bienenkorb von 1954 war als östlicher Abschluß dieses Platzes zur Zeil gedacht, die Geschäftsarkaden im Erdgeschoß waren vorausschauend sowohl zur Zeil als auch bereits zu diesem neuen Platz geöffnet.

In sehr schnellem Tempo wuchs der Bau in die Höhe (Bild links: Baustelle im Oktober 1954) . Fast 200 Arbeiter und Handwerker errichteten in nur sieben Monaten den Stahlbetonrohbau, für den am 6.August 1954 das Richtfest gefeiert wurde. Dem 43 Meter hohen Bau schloß sich zur Zeil ein dreigeschossiger Trakt an, im gesamten Erdgeschoß gab es eine hochmoderne Geschäftspassage (Abb. unten) mit mehreren Läden und der Zweigstelle I der Frankfurter Sparkasse, eröffnet am 8. November 1954. Im obersten Stockwerk befanden sich einige Wohnungen.